Hitzesommer

Die Linke: Straßenbäume mit Wassersäcken bewässern

In einigen Städten, hier ein Bild aus Wenden, werden die Wassersäcke für Straßenbäume bereits verwendet. Die Ratsfraktion die Linke schlägt dieses System jetzt auch für Gladbeck vor.

In einigen Städten, hier ein Bild aus Wenden, werden die Wassersäcke für Straßenbäume bereits verwendet. Die Ratsfraktion die Linke schlägt dieses System jetzt auch für Gladbeck vor.

Foto: Emilia Knebel

Gladbeck.  Über 250 Bäume müssen in Gladbeck nach dem Hitzesommer gefällt werden. Die Linken schlagen deshalb eine effektivere Form der Bewässerung vor.

In Gladbeck müssen nach dem zweiten Hitzesommer in Folge 256 Bäume gefällt werden. Damit Stadtbäume extreme Hitze und lange Trockenphasen überstehen, setzen immer mehr Städte und Gemeinden spezielle Wassersäcke zur Bewässerung von Bäumen ein. Darauf weist die Ratsfraktion Die Linke hin und regt an, solche Wassersäcke auch in Gladbeck einzuführen.

Lübeck hat 2015 versuchsweise Bewässerungssäcke aufstellen lassen

Bereits im Jahr 2015 habe die Hansestadt Lübeck versuchsweise Bewässerungssäcke an frisch gepflanzten Bäumen im Stadtgebiet aufstellen lassen. An den Neupflanzungen seien unterschiedliche Modelle von Bewässerungssäcken zum Einsatz gekommen.

Inzwischen habe sich die Stadt für Wassersäcke mit einem Volumen von 100 Litern entschieden, so Fraktionsvorsitzender Olaf Jung. Die Säcke werden um die Bäume gelegt und mit einem Reißverschluss geschlossen. „Das eingefüllte Wasser sickert über einen Zeitraum von fünf bis neun Stunden langsam in den Boden. Dadurch erhält das Wurzelsystem kontinuierlich Feuchtigkeit und der Baum kann mehr Wasser aufnehmen als bei der herkömmlichen kurzzeitigen Bewässerung“, erklärt Jung.

Die Wassersäcke, so die Linke, sind wiederverwertbar

Nach der Saison könne man die Wassersäcke wieder abnehmen, sie seien wiederverwendbar, mobil und leicht einzubauen. Vor allem an jungen Bäumen und an extremen Standorten seien deutliche Verbesserungen zur herkömmlichen Wässerung festzustellen, “so dass sich die Vitalitätssteigerung an diesen Bäumen besonders zeigt“.

Durch das gezielte Befüllen der Wassersäcke könne, im Gegensatz zur herkömmlichen Bewässerung, Zeit und Wasser gespart werden. „Das Wasser kommt dort an, wo es gebraucht wird, ohne dass, wie beim normalen Bewässern, viel Wasser wirkungslos abläuft“, erklärt Jung.

Die Ratsfraktion Die Linke habe daher beantragt, auch in Gladbeck Wassersäcke zur Straßenbaumbewässerung einzuführen. Ein Wassersack, der über mehrere Jahre verwendet werden kann, koste etwa 25 Euro. Jung: „Wenn man hier allein die Kosten zur Fällung der abgestorbenen Straßenbäume gegenüberstellt, wird schnell klar, dass es hier ein großen Sparpotenzial gibt.“

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