Hitze-Sommer

Die Stadt Gladbeck sieht sich für den Hitze-Sommer gerüstet

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Gladbeck belüfteten im Hitzesommer 2018 den Hürkampteich, der wegen Sauerstoffmangels zu kippen drohte.    Foto:Lutz von Staegmann

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Gladbeck belüfteten im Hitzesommer 2018 den Hürkampteich, der wegen Sauerstoffmangels zu kippen drohte.  Foto:Lutz von Staegmann

Gladbeck.   Die Verwaltung in Gladbeck hat Maßnahmen in petto, um Folgen einer Trockenheitsperiode entgegen zu wirken. Der Einsatz der Bürger ist gefragt.

Der Sommer 2018 hat sich vielen Menschen hierzulande ins Gedächtnis eingebrannt: Rekord-Temperaturen über Monate, ausgedörrte Natur, selbst Sonnenanbeter ächzten unter der Hitze. Und es soll in diesem Jahr noch heißer werden, prophezeien Meteorologen. Sollte sich diese Wettervorhersage bewahrheiten, sei die Stadtverwaltung, so Rathaussprecherin Christiane Schmidt, gerüstet.

ZBG steht im regelmäßigen Austausch mit Anglern

Sie sagt: „Feuerwehr und Zentraler Betriebshof sind vorbereitet.“ So stehe der ZBG unter anderem in engem Kontakt mit den Anglern, um den Zustand der Teiche im Blick zu behalten. Bernhard Schregel berichtet: „Wir haben einen regen Austausch und kontrollieren regelmäßig die Wasserqualität.“ Allerdings, so räumt der ZBG-Grünexperte ein: „Wir müssen prompt reagieren.“ Da sei ein kurzer Draht zu den Beteiligten hilfreich.

Sechs Spezialfässer stehen zur Bewässerung parat

Sechs spezielle Fässer mit Pumpen und Schläuchen stehen parat – und zwar mit einem Fassungsvermögen von 200 bis 1000 Litern. Schregel kündigt an: „Wir setzen sie zur Bewässerung von Jungbäumen ein.“ Doch auch die Bevölkerung ist wieder aufgerufen, bei Bedarf Straßenbäume zu gießen.

Freiwillige Feuerwehr belüftete die Teiche

Bewährt habe sich im vergangenen Hitze-Sommer auch der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr. Christiane Schmidt: „Sicherlich wird auch sie wieder helfen.“ Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr hatten Straßenbäume gegossen und Teichwasser umgewälzt, um es mit Sauerstoff für die Fische anzureichern.

ZBG pflanzt witterungsangepasste Bäume

Seit Jahren bemüht sich der ZBG dem Klimawandel – und nach Einschätzung von Fachleuten sind ex­treme Sommer eine Folge dessen – durch die Pflanzung von Baumarten entgegenzuwirken, die sich an die veränderte Witterung anpassen. An dieser Stelle sei beispielhaft die Hopfenbuche genannt. Trockenheitsgestresste Bäume seien ein gefundenes Fressen für Schädlinge wie Borkenkäfer und Kupferstecher. Schregel erläutert: „Hat ein Baum kein Wasser, hat er keine Gegenwehr.“ Christiane Schmidt ergänzt: „Auch die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist eine Präventivmaßnahme.“ Der Klimawandel, so Schregel, habe die Ausbreitung der Raupen vorangetrieben.

Begehrte Vorgarten-Informationen

Schmidt stellt fest, dass die Bevölkerung sich immer stärker des Themas Klimawandel annimmt. Konkrete Zahlen liegen zwar nicht vor, aber: „Die Anfragen an das Umweltamt sind kontinuierlich gestiegen. Wir merken unter anderem ein großes Interesse an Hausdämmung und Gartenbepflanzung. Die Vorgarten-Informationen waren sehr begehrt.“ 200 Exemplare samt Wildblumensamen seien vergriffen – „Wir ordern gerade nach!“ Denn Pflanzen sind nicht nur eine Augenweide, sondern tun auch der Insektenwelt und dem Klima gut – im Gegensatz zu betonierten Flächen.

Stadtbedienstete beginnen ihre Arbeit flexibel

Und wie gehen Stadtbedienstete mit Hitze um? Schmidt: „Eine Klimaanlage haben wir in keinem städtischen Gebäude. In Abstimmung mit dem Personalrat können wir früher zu arbeiten anfangen und entsprechend früher enden.“

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