Job-Fahrräder

Immer mehr Arbeitgeber machen Mitarbeitern Jobrad-Angebote

Sebastian Fuchs arbeitet bei der Diakonie und hat das Leasingangebot seines Arbeitgebers genutzt, um sich ein E-Mountainbike auch für Fahrten zur Arbeit zuzulegen. Hier zeigt er Diakonie-Geschäftsführer Karl Kinne das neue Rad.

Sebastian Fuchs arbeitet bei der Diakonie und hat das Leasingangebot seines Arbeitgebers genutzt, um sich ein E-Mountainbike auch für Fahrten zur Arbeit zuzulegen. Hier zeigt er Diakonie-Geschäftsführer Karl Kinne das neue Rad.

Foto: Diakonisches Werk / DK

Gladbeck.  Wer sein Fahrrad dienstlich nutzen will, kann bei der Finanzierung finanzielle Unterstützung erhalten. Stadt und Diakonie bieten das bereits an.

Fahrradfahren liegt voll im Trend. Es schont die Umwelt und ist dazu auch noch gesund. Schon lange kommt das Rad nicht nur bei Freizeittouren zum Einsatz. Viele setzen mittlerweile auch bei kürzeren Distanzen im Alltag auf den Drahtesel, lassen das Auto stattdessen in der Garage stehen. Große Gladbecker Arbeitgeber gehen zudem vermehrt dazu über, ihren Mitarbeiter finanzielle Vorteile beim Kauf oder Leasing eines Fahrrades zu schaffen.

Es gibt verschiedene Jobrad-Modelle in Gladbeck

Jüngst hat auch das Diakonische Werk Gladbeck-Bottrop-Dorsten in dieser Hinsicht Fahrt aufgenommen. Andere Arbeitgeber in Gladbeck bieten Jobrad-Modelle schon länger an.

Seit Juni haben Mitarbeiter der Diakonie die Möglichkeit, einen finanziellen Vorteil beim Leasen eines dienstlich genutzten Fahrrades zu beanspruchen. In den ersten Wochen haben bereits 15 Angestellte von diesem

Gebrauch gemacht, so Geschäftsführer Karl Kinne. Alle haben sich für hochwertige E-Bikes entschieden. Bei ihnen wird nun die monatliche Leasingsumme (0,5 Prozent des Anschaffungspreises) über eine so genannte Entgeltumwandlung direkt vom Gehalt abgezogen.

Das Fahrrad kann man sich ganz normal beim Fachhändler seiner Vertrauens aussuchen

Die Mitarbeiter, die dieses Angebot nutzen wollen, können sich das Rad ganz normal bei einem Fachhändler ihres Vertrauens aussuchen und einen Leasingvertrag (plus Vollkaskoversicherung) abschließen. Nach drei Jahren kann das Fahrrad zurückgegeben oder für den Restwert gekauft werden. „Mit dem Angebot“, so Kinne, „kommen wir Anfragen aus der Mitarbeiterschaft nach, die sich ein solches Modell aus ökologischen Gründen gewünscht haben.“

Auch bei der Stadtverwaltung Gladbeck spielt der Umwelt- und Klimaschutz auf vielen Ebenen eine wichtige Rolle.

Bereits seit Anfang des Jahres haben Mitarbeiter im Rathaus die Option, beim Kauf zum Beispiel eines E-Bikes einen Zu- oder Vorschuss von ihrem Arbeitgeber zu erhalten. „Davon haben auch bereits 35 Kolleginnen und Kollegen quer durch alle Ämter Gebrauch gemacht“, erklärt auf Anfrage Stadtpressesprecherin Christiane Schmidt. Zwei Modelle der finanziellen Beteiligung bietet die Stadtverwaltung an. Das Jobrad kann beispielsweise über einen Vorschuss (maximal 2560 Euro) mitfinanziert werden. Die Summe wird dann über Raten vom Gehalt abgezogen. Zinsen, so Christian Schmidt, fallen keine an.

Die Stadtverwaltung gewährt Zuschüsse

Die zweite Option, die die Stadtverwaltung bietet, ist die Gewährung eines Zuschusses: Zehn Prozent (maximal 250 Euro) der Kaufsumme übernimmt die Stadt, wenn der Arbeitnehmer zusagt, seinen Drahtesel zwei Jahre als Dienstrad zu nutzen. 25 Prozent des Anschaffungspreises (max. 625 Euro) gibt es für dienstliche Viel-Fahrer. Sie müssen den Nachweis führen, dass sie pro Jahr 500 Kilometer an Dienstfahrten zurücklegen.

Ein bekennender Viel-Radfahrer ist Sparkassenchef Ludger Kreyerhoff. Schon seit etlichen Jahren schwingt er sich auch für Fahrten ins Büro regelmäßig aufs Rad. Bei den Mitarbeitern des Geldinstituts hat das allerdings noch keinen Nachahmungseffekt ausgelöst. „Zumindest hatten wir noch keine Anfragen zu möglichen Jobrad-Modellen“, erklärt Matthias Bludau von der Öffentlichkeitsarbeit. Grundsätzlich würde der Sparkassen-Vorstand diesem Gedanken aber positiv gegenüber stehen – schon allein aus klimatechnischen Überlegungen. Nachfragen seien deshalb auch jederzeit willkommen.

Bei der Stadtverwaltung geht man auf jeden Fall davon aus, dass das zeitlich unbegrenzte Angebot auch noch weitere Mitarbeiter zu begeisterten E-Bikefahrern machen wird.

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