Kirchenchor

Kantorei St. Stephani Zweckel lädt zum Barock-Konzert ein

Chorsprecher Dieter Kinzel gehört der Kantorei St. Stephani Zweckel seit dem Jahr 1977 an.

Chorsprecher Dieter Kinzel gehört der Kantorei St. Stephani Zweckel seit dem Jahr 1977 an.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Der Kirchenchor tritt mit Solisten und Streichern am 27. Oktober an der Söllerstraße auf. Es erklingen Werke von Händel, Telemann und Buxtehude.

Musik zum Lobpreis Gottes, die die Seele berühren – darauf dürfen sich Besucher der St.-Stephani-Kirche am Sonntag, 27. Oktober, freuen. Das Motto „Jauchzet dem Herren“ setzt die Zweckeler Kantorei um mit Kompositionen aus der Barockzeit. Das Kirchenkonzert unter der Leitung von Elisabeth Otzisk beginnt um 16 Uhr.

Edmund Janowski, damals Organist, hob die Kantorei St. Stephani anno 1948 aus der Taufe. Der Kirchenchor ist fester Bestandteil des Gemeindelebens. Er singt in Gottesdiensten, bei Gemeindefesten, nach Weihnachten an der Krippe, zu Feiertagen. Doch einmal im Jahr hat die Kantorei ihren großen Auftritt im Konzert. Die Zuhörer genießen dann Gesang und Instrumentalbeiträge in der kleinen Zweckeler Kirche, in der auch der Gospelchor „Morning Star“ ein großes Publikum anzieht.

„Meistens im Herbst geben wir unser Konzert“, sagt Dieter Kinzel. Der 76-Jährige ist seit 1977 Organisator und Stimme des Ensembles, hat den Überblick. Daher weiß der leidenschaftliche Sänger aus eigenem Erleben: „In der Regel singen wir Stücke von Bach, Händel, Telemann“, eben Barock-Literatur. Und eben jene hat Elisabeth Otzisk, die seit 14 Jahren den Ton im Chor angibt, wieder mit den Damen und Herren einstudiert.

Streicherquartett des Symphonierorchesters Ruhr ist mit von der Partie

Dabei bekommen die sangesfreudigen Gladbecker – und auch einige Bottroper sind mit von der Partie – Unterstützung. „Das Streicherquartett des Symphonieorchesters Ruhr hat uns schon häufiger begleitet“, erzählt Dieter Kinzel. Diesmal werden zudem folgende Solisten in St. Stephani zu hören sein: Sarah Olenik (Sopran), Laura Hahnel (Alt), Lukas Hahnel (Tenor) und Tobias Kubiczek (Alt).

„Über die Auswahl der Stücke sprechen wir mit unserer Leiterin“, sagt der Gladbecker. Das Auditorium hört zum Auftakt „Ich will den Herrn loben“ aus der Feder von Georg Philipp Telemann – als Kanon, wie Kinzel verrät. Mit den Solo-Stimmen interpretiert die Kantorei Melchior Vulpius’ „Ich will erheben deinen Ruhm“.

Es folgen in diversen Besetzungen – mal alle Mitwirkenden zusammen, mal rein instrumental, mal Soli – unter anderem Kompositionen von Georg Friedrich Händel und Melchior Franck. „Jauchzet dem Herrn alle Welt“, das Heinrich Schütz geschrieben hat, „führen wir doppelchörig auf“. Der 76-Jährige erläutert: „Im Original ist das Werk mehrchörig angelegt.“ Ganz berührt ist der Tenor von Carl Friedrich Abels Andante aus der Sinfonie op. 10 Nr. 6: „Das Stück lässt die Herzen höher schlagen.“

Sein persönlicher Lieblingsprogrammpunkt, so der Chorsprecher, sei indes „Alles, was ihr tut“, das Dieterich Buxtehude komponiert hat. Kantorei, Solisten und Streichquartett wirken hier zum krönenden Abschluss des Konzertes zusammen. Aber nach dem Vaterunser und dem Segen beendet ein Lied die Veranstaltung in St. Stephani, das viele, viele Gläubige aus voller Kehle mitschmettern können: „Ein feste Burg ist unser Gott“. Und wer den Text nicht auswendig singen kann, findet ihn im Programm.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Doch die Gastgeber bitten die Besucher um eine Spende.

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