Informationsgespräch

Kreis informiert Gladbecker zum Bau eines Brunnens

Wer für seinen Garten Wasser benötigt, und überlegt, einen Brunnen anzulegen, sollte erst klären, ob das sinnvoll und an diesem Standort erlaubt ist.

Wer für seinen Garten Wasser benötigt, und überlegt, einen Brunnen anzulegen, sollte erst klären, ob das sinnvoll und an diesem Standort erlaubt ist.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Gladbeck.  Wer für seinen Garten Wasser benötigt, kann einen Brunnen anlegen. Ob das am jeweiligen Standort erlaubt ist, kann im Kreishaus geklärt werden.

Wer für seinen Garten Wasser benötigt, stößt schnell auf die Möglichkeit, einen Gartenbrunnen anzulegen. Ob dies sinnvoll und am jeweiligen Standort erlaubt ist, kann bei einem Informationsgespräch bei der Unteren Wasserbehörde im Kreishaus geklärt werden.

Dort erhalten Ratsuchende Antworten auf Fragen zu Grundwasserständen, Geologie, Altlastenstandorten, Restriktionen und Wasserschutzgebieten. Die Reinhaltung und Bewirtschaftung des Grundwassers ist im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) geregelt. Dort heißt es, dass Gewässerbenutzungen erlaubnispflichtig, zumindest aber anzeigepflichtig bei der Unteren Wasserbehörde sind. Diese Pflicht besteht auch für Gartenbrunnen. „Die Anzeige muss der Eigentümer vorab stellen. Seriöse Bohrunternehmen weisen aber in der Regel auch darauf hin“, erklärt Mathias Stöhr, Leiter der Unteren Wasserbehörde des Kreises Recklinghausen.

Auch in Gladbeck existieren Gebiete, in denen kein Brunnen gebohrt werden darf

Der Ingenieur für technischen Umweltschutz empfiehlt, vorab zu prüfen, ob ein Brunnen wirklich die sparsamere Alternative ist. Im Kreis Recklinghausen gibt es Zonen, die mit einem Grundwassernutzungsverbot belegt sind. So existieren auch in Gladbeck Gebiete, in denen kein Brunnen gebohrt werden darf. Grund: „In manchen Bereichen könnte es bei Bohrungen zu Methanaustritten kommen. Hier wären besondere Vorkehrungen zu treffen.“

Die Qualität des Grundwassers ist besonders hinsichtlich mikrobiologischer Verunreinigungen zu beachten. Experten empfehlen eine Untersuchung in einem Labor. Stöhr warnt, dass „mikrobiologische Verunreinigungen zum Beispiel Durchfallerkrankungen verursachen können“. Sollte der Entschluss gefasst sein, einen Brunnen zu errichten, ist es wichtig, dass eine Fachfirma mit der Umsetzung beauftragt wird.

Weitere Informationen und Formulare: www.kreis-re.de/grundwasser, bei Norbert Lindberg unter 02361/53-6040 oder bei Michael Nuth unter 02361/53-6420.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben