Neue Broschüre

„Pflege“ nimmt im Seniorenwegweiser Gladbeck viel Platz ein

Der Gladbecker Experte Ulrich Hauska und seine Kolleginnen Tina Drendel, Stephanie Janus und Cemile Tosun (v. l.) halten die frisch erschienene Broschüre in Händen. Foto:

Der Gladbecker Experte Ulrich Hauska und seine Kolleginnen Tina Drendel, Stephanie Janus und Cemile Tosun (v. l.) halten die frisch erschienene Broschüre in Händen. Foto:

Foto: Oliver Mengedoht

GLADBECK.   Der druckfrische „Seniorenwegweiser Gladbeck“ liegt vor. In der 19. Auflage sind Ansprechpartner, Anlaufstellen und Auskünfte zu finden.

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Anno 1999 ging der Seniorenwegweiser Gladbeck an den Start: gerade einmal 47 Seiten stark, ohne Inhaltsverzeichnis, mit Schwarz-Weiß-Fotos. „Ziemlich trist“, urteilt Ulrich Hauska, Leiter der Abteilung „Senioren und Gesundheit“ bei der Stadtverwaltung, schonungslos. Welch ein, schon fühlbarer, Unterschied zur druckfrischen, inzwischen 19. Auflage der Broschüre. Auf 88 Seiten halten Leser einen dicken Packen Informationen in der Hand – angefangen bei A wie Ambulante Kranken- und Seniorenpflege bis T wie Tagespflege.

Enorme Themenvielfalt

Einen enorme Spannbreite an Themen deckt der Ratgeber ab. Da stellt sich der Seniorenbeirat mit seinen Zielen und Aufgaben ebenso vor wie der Mobil-Notruf oder Essen auf Rädern. Leser erfahren, welche Anbieter und Hilfen zur Entlastung im Alter möglich sind und welche Freizeitmöglichkeiten in Gladbeck geboten werden. „Wir haben in der Stadt etwa 30 Begegnungsstätten, gerade für ältere Menschen“, sagt Hauska. Er betont aber auch: Das Heft sei nicht nur für Senioren interessant, sondern auch für Angehörige jüngeren Semesters, die vielleicht auf der Suche nach Ansprechpartnern und Unterstützung sind.

Wachsende Themenkomplexe

Die Themenfelder sind im Wegweiser in unterschiedlichen Farben gekennzeichnet – und so wird bereits auf den ersten Blick offensichtlich: Der Komplex „Pflege“ nimmt den größten Raum ein. Ganz anders als im allerersten Heft, da hatte dieser Bereich nur einen geringen Umfang. Hauskas Kollegin Stephanie Janus sagt: „Damals ging es eher um Definitionen, zum Beispiel um die Frage: Was ist Tagespflege eigentlich?“ Im vergangenen Jahr trat das Pflegestärkungsgesetz in Kraft, das Pflegegrade statt -stufen festlegt. Und damit kam für viele Bürger die Unsicherheit, stellen die Fachleute fest. Hauska nennt einen Knackpunkt: „Vieles ist jetzt abrechnungsfähig, was es früher nicht war.“ Im Seniorenwegweiser wird der Bereich „Pflege“ dementsprechend ausführlich behandelt. Dazu gehört auch das Kapitel „Betreuungsangebote“.

Außerdem sei das Thema „Demenz“ viel intensiver berücksichtigt. Felder, die im Jahre 1999 nicht im Fokus standen. Stephanie Janus stellt fest: „Die Thematik wird immer umfangreicher.“

„Vorsorgevollmacht“

Ein Dauerthema stellt auch die „Vorsorgevollmacht“ dar, hat Hauska beobachtet. Er berichtet: „Das Betreuungsgesetz trat im Jahr 1992 in Kraft. In den ersten Jahren hatten wir in Gladbeck 200 bis 300 Menschen, die unter Betreuung standen. Aktuell sind es 2000 Betroffene.“

Neu eingegliedert im Fritz-Lange-Haus ist das Büro für Senioren, Behinderte und Freiwilliges Engagement. Heidi to Roxel und Oliver Pietrzak sind dort Ansprechpartner. Noch etwas, das es so im Jahre 1999 nicht gegeben hat.

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