KKEL-Umstrukturierung

St.-Barbara-Hospital erhält 100 zusätzliche Betten

Im hinteren Gelände von St. Barbara - parallel zur Mittelstraße - entsteht (links zum Schwesterwohnheim) der „Nordflügel“ mit einem Verbindungstrakt zum Hauptgebäude. Im rechten Innenhof baut die KKEL einen „Querriegel“.

Im hinteren Gelände von St. Barbara - parallel zur Mittelstraße - entsteht (links zum Schwesterwohnheim) der „Nordflügel“ mit einem Verbindungstrakt zum Hauptgebäude. Im rechten Innenhof baut die KKEL einen „Querriegel“.

Foto: Hans Blossey

Gladbeck.  Die KKEL-Restrukturierung bringt dem Gladbecker Krankenhaus künftig nicht nur die Geriatrie aus Horst. Pläne sehen Aufstockung auf 449 Betten vor

Das St.-Barbara-Hospital wird im Zuge der Restrukturierung der Katholischen Kliniken Emscher-Lippe GmbH (KKEL) nicht nur baulich erweitert, sondern erhält nach Schließung des KKEL-Krankenhauses St. Josef auch gut 100 Betten mehr. „Wir passen das Spek­trum dem tatsächlichen Nutzungsverhalten an“, betonte KKEL-Saniererin Ines Manegold im Gespräch mit der WAZ.

„Wir brauchen künftig mehr Kapazität in St. Barbara“, so Manegold. Hintergrund sei, dass sich bisher eine erkleckliche Zahl von Gladbeckern auch im St.-Josef-Hospital in Horst behandeln lassen. Entsprechend würden Bettenzahlen nach Schließung des Horster Krankenhaus (spätestens Ende 2020) in den Abteilungen von St. Barbara aufgestockt. Derzeit gebe es im Gladbecker Krankenhaus 343 Betten, nach Abschluss der Umstrukturierung würden es 449 sein, so die KKEL-Chefin. „Wir haben konservativ gerechnet, aber das brauchen in Gladbeck.“

Die Geriatrie kommt mit 70 Betten aus Horst nach Gladbeck

Neben der Geriatrie und der geriatrischen Tagesklinik mit 70 und 15 Betten, wird es Bettenaufstockungen geben in der Inneren Medizin (26 Betten plus Schlaflabor mit acht Plätzen), Chirurgie (plus acht), Neurologie (plus sieben), Urologie (plus elf). Allerdings schrumpfen die Gynäkologie um 30 und die HNO-Abteilung um neun Betten. Unfall- und Visceralchirurgie werden in Zukunft getrennt voneinander geführt werden, so der KKEL-Plan.

In einem ersten Schritt, so Manegold, werden 64 neue Betten entstehen in dem geplanten neuen „Querriegel“ mitten im Innenhof (Kosten: 6 Mio €, vor Ostern wurde der Bauantrag gestellt). Anfang 2018 will man schon einziehen in das dreigeschossige Haus, das in Modulbauweise entstehen wird. Im Erdgeschoss wird es eine zen­trale Aufnahme mehrerer Abteilungen sowie eine Abteilung für tagesstationäre Patienten geben. In den beiden Obergeschossen finden die Patientenzimmer Platz.

Neubau an der Mittelstraße mit einer Tiefgarage

Die eigentliche Neubau (Kosten: 30 Mio €) entsteht auf dem hinteren Gelände des Krankenhauses an der Mittelstraße als „singulär“ stehendes Gebäude in Massivbauweise mit einem Anschluss an die heutigen Gebäude ungefähr in der Mitte des Hospital-Komplexes. Manegold: „Wir planen eine Magistrale von der Krankenhaus-Kapelle, vorbei an den Aufzügen und der heutigen Inneren Aufnahme in den neuen Gebäudetrakt hinein.“

Über einer Tiefgarage entstehen zweieinhalb Geschosse: Im Erdgeschoss wird eine neue Intensivstation eingerichtet. Außerdem eine neue Ambulanz und eine moderne Liegendanfahrt. In dem Verbindungstrakt zum Altgebäude sehen die KKEL-Pläne weitere Untersuchungs- und Ärztezimmer vor.

Auch der Eingangsbereich wird modernisiert

Im 1. OG entstehen Patientenzimmer mit 60 Betten, verteilt auf zwei Stationen für die Geriatrie, darunter fünf Einzelzimmer. Im 2. OG, das flächenmäßig nur halb so groß sein wird wie das 1. OG, erhält die Innere Medizin 30 Betten, darunter drei Einzelzimmer. In der bisherigen Physiotherapie (Untergeschoss) wird künftig die Geriatrische Tagesklinik zu finden sein.

Derzeit wird bereits der Bereich des ehemaligen Labors über dem Eingangsbereich umgebaut. Dort entsteht ein Wahlleistungsbereich mit sechs Zimmern, außerdem eine gemeinsam zu nutzende Komfortzone. Der Eingangsbereich wird im Zuge des „Querriegel“-Baus komplett neu und modern gestaltet. Rezeption, Patientenaufnahme und ein neues Café sollen dort Platz finden.

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