Urologie: Kliniken kooperieren

Die Kooperation zwischen den Katholischen Kliniken Emscher Lippe (KKEL) und dem Bottroper Marien-Hospital geht in eine konkretere Phase. Ab sofort können Patienten des Marienhospitals durch die Gladbecker Urologie bei urologischen Problemen direkt vor Ort oder im Rahmen von Konsilen mitversorgt werden. Den Start in die neue Kooperation und damit verbundenen Möglichkeiten machte die Gladbecker Urologie mit einer Informationsveranstaltung im Bottroper Marienhospital.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Kooperation zwischen den Katholischen Kliniken Emscher Lippe (KKEL) und dem Bottroper Marien-Hospital geht in eine konkretere Phase. Ab sofort können Patienten des Marienhospitals durch die Gladbecker Urologie bei urologischen Problemen direkt vor Ort oder im Rahmen von Konsilen mitversorgt werden. Den Start in die neue Kooperation und damit verbundenen Möglichkeiten machte die Gladbecker Urologie mit einer Informationsveranstaltung im Bottroper Marienhospital.

Die rund 100 Interessenten erfuhren dabei alles über High-techBehandlungsverfahren in der modernen Urologie. Prof. Dr. Bernhard Planz, Chefarzt der Klinik für Urologie, und die leitenden Oberärzte Sylvain Mekoula und Dr. Sven Hauser erläuterten mit Vorträgen und Filmbeiträgen das Leistungsspektrum der modernen Urologie.

Das Prostata- und Uro-Onkologie-Zentrum Emscher-Lippe Gladbeck (DVPZ) ist eines von über 100 zertifizierten Prostatazentren in Deutschland. Seit langem arbeitet das Zentrum mit 15 niedergelassenen Urologen zusammen, die immer der erste Ansprechpartner für die Patienten außerhalb des Krankenhauses sind. Prof. Dr. Bernhard Planz wies darauf hin, dass es auch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Urologen in Bottrop gebe.

Die Gladbecker Urologie legt einen besonderen Schwerpunkt auf die erweiterte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Prostata. Auf großes Interesse bei den Zuhörern stieß die Möglichkeit der 3 Tesla MRT fusionierten Probeentnahme von Prostatagewebe zur Sicherung oder zum Ausschluss einer bösartigen Veränderung der Prostata. Bei diesem, für den Patienten schmerzfreien, in Narkose durchgeführten Biopsieverfahren werden zuvor erstellte MRT-Bilder der Prostata mit den Ultraschallbildern der Prostata übereinander gespielt, so dass verdächtige Bereiche wesentlich gezielter punktiert werden können.

Auch bei gutartigen Vergrößerungen der Prostata und notwendiger Schälung des Organs bieten neue Behandlungsmethoden und Geräte, wie z.B. der Hochleistungs- Greenlight Laser 180 Watt, Vorteile. Damit kann das Prostatagewebe verdampfen und der Urinfluss wieder hergestellt werden, ohne dass geschnitten werden muss. Diese Leistungen übernehmen übrigens die Krankenkassen.

Und für Nierenkranke ist die moderne Schlüsselloch-Chirurgie, die Oberarzt Sylvain Mekoula beschrieb, eine große Erleichterung: Nierentumore können minimalinvasiv operiert werden, ohne dass die betroffene Niere entfernt werden muss. Für viele Patienten senkt diese schonende Behandlung das Risiko einer eventuell später notwendigen Dialysebehandlung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben