Sportpark Mottbruch

Weltneuheit: In Gladbeck entsteht eine Nasssand-Laufstrecke

Erläutern die Pläne für die Nasssandbahn (v.r.) Stadtbaurat Dr. Volker Kreuzer, Planer Jörg Möller, Sportamtsleiter Dieter Bugdoll, Sportdezernent Rainer Weichelt und Planer Achim Mirosavljevitsch-Lycega. Im Hintergrund die Teststrecke.

Erläutern die Pläne für die Nasssandbahn (v.r.) Stadtbaurat Dr. Volker Kreuzer, Planer Jörg Möller, Sportamtsleiter Dieter Bugdoll, Sportdezernent Rainer Weichelt und Planer Achim Mirosavljevitsch-Lycega. Im Hintergrund die Teststrecke.

Foto: Lutz von Staegmann / Funke Foto Services

Gladbeck.  Der Rundkurs wird einen Kilometer lang. Läufer können das Laufen am Strand nachempfinden. Die Innovation im Sportpark Mottbruch wird 2021 fertig.

Eine sportliche Weltneuheit entsteht gerade im künftigen Sportpark Mottbruch in Brauck: Dort entwickelt und baut die Stadt eine Nasssand-Laufstrecke, auf der die Nutzer das Laufen am Strand nachempfinden können. „So etwas gibt es noch nirgendwo“, erläutern die beiden städtischen Freiraumplaner Jens Möller und Achim Mirosavljevitsch-Lycega, die die Idee zu diesem einzigartigen Sportangebot hatten. „Das ist eine komplette Neuentwicklung, sowas bekommt man nicht von der Stange“, loben Sportdezernent Rainer Weichelt und Stadtbaurat Dr. Volker Kreuzer die Innovation. Tester der Funrunner zeigten sich bei einem Probelauf begeistert.

Die Sandlaufstrecke wird rund um den künftigen Sportpark Mottbruch angelegt, einen Kilometer lang werden und komplett mit einer intelligenten Beleuchtung ausgestattet sein (Licht gibt’s nur dort, wo man läuft). Das Besondere an der Laufstrecke, die – wie der gesamte Sportpark – Ende 2021 fertiggestellt sein wird: Die Sandlaufbahn wird ständig mit Wasser gesättigt sein, ähnlich dem Sandstrand am Meer, den die Wellen nass halten.

Die Sandlaufstrecke wird von unten laufend befeuchtet

Ursprünglich sollte – wie in Wittringen – eine gemulchte Finnenbahn für die Läufer im Sportpark angelegt werden. Experten rieten mit der Bemerkung davon ab, dass die meisten Laufschuhe heute schon ähnlich gut abfedern. Die Freiraumplaner dachten über eine Alternative nach und kamen auf die Idee der nassen Sandlaufstrecke, die vor allem fürs Barfußlaufen gedacht ist, „aber selbstverständlich auch mit Schuhen benutzt werden darf“, so Jens Möller, der den Gesundheitsaspekt betont: Vor allem Barfuß-Laufen auf Sand sei das Beste für die Füße, Sehnen und Gelenke. „Läufer werden nie mehr als einen bis eineinhalb Zentimeter einsacken, aber leicht abfedern.“

Inzwischen existiert in Brauck eine Teststrecke: 15 Meter lang, knapp zwei Meter breit, eingefasst von Beton-Randsteinen. Tief unten liegt eine Teichfolie, darauf eine Drainage, die in Kies ruht und Wasser führt, darüber 18 Zentimeter Sand. „Der Wasserstand wird immer so sein, dass die unteren acht Zentimeter Sand komplett im Wasser stehen, die darüber liegenden zehn Zentimeter ziehen das Wasser so, dass auch der Sand an der Oberfläche ständig feucht ist“, erläutert Mirosavljevitsch.

Das richtig Körnung des Sandes ist wichtig

Wichtig sei die richtige Körnung des Sandes – den fand man nach längerer Auswahl in einer Kiesgrube in Haltern. Das Wasser zum Befeuchten der Bahn wird Niederschlagswasser sein, das in einer Zisterne gesammelt wird, die 900 Kubikmeter aufnehmen kann (und aus der der gesamte Sportpark bewässert wird). Ein mit Zinken ausgestatteter Roboter – ähnlich einem Rasenroboter – soll die Strecke pflegen und aufbereiten.

Die Funrunner, die am Donnerstag die Teststrecke ausprobierten, waren ganz angetan. „Ich bin total begeistert“, so Anja Rückmann, „eine wirklich tolle Idee.“ Ihr Mann Freddy ergänzt: „Das Strandfeeling hat sich sofort eingestellt.“ Und Klaus Küsgen lobt: „Ein Angebot, das Läufern künftig ganz neue Möglichkeiten bietet.“

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