Demonstration

Demo in Hagen für die Rechte der Palästinenser

Die Bereitschaftspolizei hielt Antifa und Demonstranten am Adolf-Nasaau-Platz auseinander.

Die Bereitschaftspolizei hielt Antifa und Demonstranten am Adolf-Nasaau-Platz auseinander.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Gegen den Ausruf von Jerusalem als Israels Hauptstadt und für Palästinenser-Rechte demonstrieren in Hagen etwa 1000 Menschen friedlich.

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Für erhebliches Aufsehen und einige Verkehrsbehinderungen hat am Samstag in den Mittagsstunden ein Demonstrationszug vorzugsweise Hagener Muslime durch die Innenstadt gesorgt. Dabei zogen mehr als 1000 Menschen vom Hauptbahnhof in Richtung Adolf-Nassau-Platz und vor dort aus zurück zum Ausgangspunkt, wo noch eine Abschlusskundgebung auf dem Programm stand.

Protestierer wollen Flagge zeigen

Der friedliche Protestmarsch, der unter dem Motto „Jerusalem den Palästinensern – gegen den einseitigen Ausruf von Jerusalem als Hauptstadt Israels“ stand, richtete sich gegen die jüngste Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die amerikanische Botschaft in jene Stadt zu verlegen, deren Ostteil auch von den Palästinensern als Hauptstadt beansprucht wird.

Veranstalter Giutzel Ali Oglu, SPD-Vertreter in der Bezirksvertretung Mitte, betonte, dass es darum ginge, Flagge zu zeigen: „Wir wünschen uns mehr Gerechtigkeit und Frieden“, sagte der 52-Jährige, „die Rechte der Unterdrückten müssen in den Mittelpunkt rücken. Trump hat den Friedensprozess auf den Kopf gestellt.“ Mit Rufen wie „Freiheit für Palästina“ sowie ausgerüstet mit Nationalflaggen der Türkei, des Libanons und der Palästinenser zog die stattliche Menschenmenge, zu der vor allem Familien zählten, in Richtung Weihnachtsmarkt.

Einige Aufgeregtheiten und verbalen Scharmützel gab es lediglich an der Ecke Elberfelder Straße/Karl-Marx-Straße, als der Demonstrationszug auf eine etwa 30-köpfige Antifa-Schar traf, die gemeinsam mit Vertreter der Hagener Linken Solidaritätsslogans mit Israel skandierte und gegen den wachsenden Antisemitismus in Deutschland protestierte. Den zahlreichen Ordnern und der behelmten Bereitschaftspolizei gelang es jedoch, die Gruppen auseinanderzuhalten.

Mahnwache an der Synagoge in Hagen

Parallel zu dem Demonstrationszug hielt auf Einladung der christlich-jüdischen Gesellschaft am Samstag vor der Synagoge an der Potthofstraße die Bürgergruppe noch eine Mahnwache ebenfalls gegen Antisemitismus ab. Hier versammelten sich nach Angaben der Polizei, die mit etwa 100 Einsatzkräften in der Innenstadt unterwegs war, etwa 40 Personen zu einer friedlichen Symbolaktion.

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