Gymnasien

14 Familien in Hagen bei Aufnahme zum zweiten Mal abgewiesen

Das Theodor-Heuss-Gymnasium ist nach dem ersten Bundespräsidenten benannt.

Das Theodor-Heuss-Gymnasium ist nach dem ersten Bundespräsidenten benannt.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   14 Familien wurden auch im zweiten Anmeldeverfahren zu den Gymnasien in Hagen abgewiesen, diesmal am THG. Jetzt läuft ein drittes Verfahren.

Das Aufnahmeverfahren an den Hagener Gymnasien geht in die dritte Runde. Das Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) hat 14 von 36 Kindern, deren Eltern nach einer Absage am Albrecht-Dürer- bzw. am Fichte-Gymnasium nun ihr Glück am THG versuchen wollten, die Aufnahme verweigert. Die betroffenen Familien haben nun bis zum 3. Juni Zeit, einen Aufnahmeantrag am Christian-Rohlfs-, am Ricarda-Huch- oder am Gymnasium Hohenlimburg zu stellen. An diesen drei Schulen sind noch Plätze frei.

Nichtsdestotrotz dürfte die abermalige Ablehnung bei Eltern und Kindern einen zermürbenden Eindruck hinterlassen haben. Schon das wochenlange Hickhack um die Einrichtung einer dritten Eingangsklasse am Albrecht-Dürer-Gymnasium (AD) hatte an den Nerven gezehrt. Wie berichtet, hatte das AD 110 Anmeldungen zu verzeichnen und hätte gern drei fünfte Klassen gebildet, musste aber nach Intervention der Stadtverwaltung Hagen und der Bezirksregierung Arnsberg zweigleisig bleiben, obwohl sich sogar der Stadtrat mehrheitlich für die dritte Eingangsklasse stark gemacht hatte. Doch schließlich entschied das Machtwort der Bezirksregierung, das AD musste rund 50 Kinder abweisen.

Schulleiter bleibt stumm

Anders die Situation am Fichte-Gymnasium: Die 1799 gegründete Traditionsschule verzichtete wegen der Rückkehr zum G9-Abitur aus Platzgründen freiwillig auf ihre Vierzügigkeit und bildet zukünftig nur noch drei Eingangsklassen. „Eine Beibehaltung der Vierzügigkeit würde unsere Raumkapazitäten absolut überreizen“, sagte Fichte-Schulleiter Arne Hennemann. Die Schule musste daher 30 Kindern absagen.

Daraufhin rief die Stadt ein zweites Anmeldeverfahren ins Leben, bei dem sich erwartungsgemäß die meisten der zuvor abgelehnten Familien für das THG entschieden, das jedoch wegen bevorstehender, umfangreicher Bauarbeiten in diesem Sommer nur drei statt vier Eingangsklassen aufnehmen darf – mit der Folge, dass 14 Familien erneut in die Röhre blicken.

THG-Schulleiter Sven Meyhoefer hat sich zu der Thematik in der Öffentlichkeit bislang äußerst wortkarg gezeigt und war auch auf Anfrage unserer Zeitung für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

22 weitere Anmeldungen am RHG

Für das Ricarda-Huch-Gymnasium (RHG) entschieden sich in der zweiten Runde 22, für das Christian-Rohlfs-Gymnasium und das Hohenlimburger Gymnasium jeweils sechs Familien. Ihren Aufnahmeanträgen konnte problemlos stattgegeben werden.

Nun läuft also, sechs Wochen vor den Sommerferien, ein drittes Verfahren. Nach derzeitigem Stand beginnt das neue Schuljahr an den Hagener Gymnasien mit der folgenden Anzahl an Fünftklässlern: CRG 68, AD 60, RHG 62, Hohenlimburg 81, THG 91, Fichte 90, Hilde 87. Die 14 bislang zweimal abgelehnten Schüler kommen noch hinzu.

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