Schachturnier

23 Davids spielen gegen Goliath beim Simultan-Schachturnier

Spannung beim  Simultan-Schachturnier im alten Stadtbad Haspe.

Spannung beim Simultan-Schachturnier im alten Stadtbad Haspe.

Foto: WP Michael Kleinrensing

Haspe.   Der kleine David mit der Steinschleuder. Auge in Auge steht er dem mächtigen Goliath gegenüber. Wer kennt nicht diese alte Erzählung vom Kleinen gegen den Großen?

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Am Samstag kam sie manchem Zuschauer vielleicht in den Sinn, der ins Alte Stadtbad Haspe gekommen ist. Dort fand zum fünften Mal das Simultan-Schachturnier mit Helge Hintze statt. Der Dipl. Informatiker trägt den Meistertitel des Weltschachbundes FIDE und gehört zu den besten Spielern der Region. In Haspe wurde der Champion diesmal von 23 Schachspielern gleichzeitig zum Duell gefordert. Der Wettkampf findet seit mehreren Jahren für den guten Zweck statt und wird von der Georg-Kraus-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Schachverein „Königsspringer Hagen-Wetter“ organisiert.

Erlös kommt Entwicklungsprojekt „Cajamarca“ zugute

Der Erlös kommt diesmal dem Entwicklungsprojekt „Cajamarca“ in Peru zugute, welches eine Schule im peruanischen Andendorf Pomabamba unterstützt und damit mehr als 100 Kindern die Möglichkeit zum Schulabschluss geben möchte.

„Bei diesem Schachturnier gewinnen alle - die Entwicklungshilfe,die Schachvereine und auch das Alte Stadtbad“, sagte Mitorganisator Martin Schlegel vor dem Wettkampf zufrieden.

Um das Projekt in Südamerika zu unterstützen, fanden sich auch prominente Gegner, wie Polizeipräsident Frank Richter, Phoenix-Aufsichtsratschef Thomas Haensel oder Kulturdezernent Thomas Huyeng im Alten Stadtbad ein.

Der FIDE-Meister Hintze sah sich mit einem breiten Teilnehmerfeld konfrontiert. Dazu gehörten auch Schachspieler aus der Bezirksliga oder Talente wie der 17-jährige Jan Hobusch, der bereits in der zweiten Liga aktiv ist.

Traum geht in Erfüllung

Für den jüngsten Kontrahenten Leander Maass ging an diesem Tag ein Traum in Erfüllung. Der Neunjährige hatte Hintze bisher nur als Zuschauer sehen können und durfte nun erstmals direkt gegen ihn antreten. „Mal ist er vorne, mal ich. Das geht im Moment hin und her!“, erläuterte Leander den Zwischenstand während der Partie.

Insgesamt wurden an diesem Samstagnachmittag etwa 400 Euro gesammelt – ein voller Erfolg für die Georg-Kraus Förderstiftung und deren Netzwerkpartner „Nuevos Horizontes Peru e.V.“, die damit das Schulprojekt in Pomobamba weiter ausbauen können.

Sieben Spieler schafften Remis

Aber wie endete der Wettkampf von David gegen Goliath? In der Erzählung soll der junge David den Goliath mit einer Steinschleuder bezwungen haben. Von den 23 Turnierteilnehmern gelang es schließlich nur Jan Hobusch, den Champion Hintze zu besiegen.Trotzdem schafften sieben Spieler ein Remis, unter ihnen auch Leander.

Aber spätestens im nächsten Jahr können die anderen 15 Teilnehmer beweisen, dass Goliath vielleicht diesmal einfach nur Glück hatte.

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