Kaufmannsschule II

3000 Schüler bei Berufsschultag in Hohenlimburg

Berufsschultag in der KII

Foto: Lutz Risse

Berufsschultag in der KII

Hohenlimburg.   Die fünf Hagener Berufskollegs wechseln sich jährlich mit der Ausrichtung des Berufsschultags ab. Jetzt war die KII in Hohenlimburg an der Reihe.

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Ganze Scharen an Jugendlichen marschierten die Iserlohner Straße auf und ab, Pendelbusse aus der Hagener City brachten Schülerinnen und Schüler aus allen weiterführenden Schulformen zur Kaufmannsschule II nach Hohenlimburg. Dort fand gestern zum mittlerweile 23. Mal der Hagener Berufsschultag statt.

Ein Jahr dauert die Planung dieser Veranstaltung, schließlich müssen unter anderem Referenten organisiert und die logistischen Voraussetzungen geschaffen werden. „Über den Tag verteilt sind etwa 3000 Schüler bei uns“, so Thomas Vogl, Schulleiter der Kaufmannsschule II an der Letmather Straße.

Die Veranstaltung richtet sich an die Jugendlichen der Klassen 8, 9 und 10 aller Schulen sowie an die gymnasiale Oberstufe. Sie haben so die Möglichkeit, sich in einem Berufskolleg über die etwa 120 Ausbildungsberufe, die in Hagen und Umgebung angeboten werden, zu informieren.

Das grundsätzliche Motto lautet „Auszubildende informieren Schülerinnen und Schüler über ihren Beruf“. „Wer kann besser über den Beruf berichten, als der Auszubildende selbst“, sagt Thomas Vogl. Von handwerklichen Berufen bis zu Berufen im IT-Bereich war alles vertreten, es gab keine Polarisierung. „Das Interesse der Schülerinnen und Schüler ist breit gefächert“, sagt Thomas Vogl.

Pünktlich um 8.30 Uhr eröffnete Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz die Veranstaltung. Anschließend luden die fünf Schulleitungen zu einem Messe-Rundgang ein, der im Schüler-Café endete. Auch Erik O. Schulz versuchte sich an einer der Stationen und nahm einen Lötkolben in die Hand.

„Schüler-Guides“

Fast die kompletten Räumlichkeiten an der Letmather Straße wurden genutzt, um die Berufe vorzustellen. Gleich nach dem Eingang nahmen die „Schüler-Guides“ die „Kollegen“ aus den anderen Bildungseinrichtungen in Empfang, um sie durch die Schule zu führen und um das facettenreiche Angebot zu präsentieren.

Die Liste war lang – angefangen vom Anlagenmechaniker für Sanitärtechnik bis hin zum Zimmerer. Es gab auch so genannte „Talent-Points“, an denen die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Infos erhielten, sondern sich auch praktisch erproben durften.

So durften bei der Vorstellung des Friseur-Berufes Haare gelegt oder Nägel lackiert werden, Blumengestecke bei den Floristen zusammengestellt und Nägel bei den Dachdeckern eingeschlagen werden. Auch der Schulhof wurde genutzt. Hier erprobten die Besucher lebensrettende Sofortmaßnahmen an einem Dummy beim Sanitätsdienst, informierten sich über Weiterbildungen bei der Bundeswehr oder führten Gespräche mit der Hagener Polizei. Eins war auf jeden Fall zu beobachten – reine „Männer- oder Frauenberufe“ gibt es definitiv nicht. Mädchen interessierten sich genau so für den Dachdecker wie Jungs für die Floristen.

Hintergrund

Die fünf Hagener Berufskollegs bestehen aus den beiden technischen Berufskollegs Cuno I und II, der Käthe-Kollwitz-Schule, sowie den Kaufmannsschulen I und II.

Seit 1995 veranstalten diese Schulen im jährlichen Wechsel den Hagener Berufsschultag.

Das Engagement der Hagener Berufskollegs wurde im vergangenen Jahr durch die Verleihung des TalentAwardRuhr durch den Wirtschaftsminister des Landes NRW ausgezeichnet.

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