Ehrenamt

72-Stunden-Aktion in Hagen: Helfer schickt der Himmel

Engagement für die gute Sache: Pfadfinder in Dahl hübschen den Friedhof auf..

Engagement für die gute Sache: Pfadfinder in Dahl hübschen den Friedhof auf..

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Rund 300 Kinder und Jugendliche haben sich in Hagen an der 72-Stunden-Aktion beteiligt. Von ihrem Einsatz profitieren viele Hagener.

Dieses Motto hat schon was. Es zeugt von einem gewissen Selbstbewusstsein, von Stolz, und es macht klar: Diese Menschen wollen nicht nur reden. Sie wollen anpacken. Und die Welt ein kleines Stückchen besser machen.

„Uns schickt der Himmel“ – so lautet es, dieses Motto, das sich der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) überlegt hat. Für eine Aktion, bei der sich mit jedem Jahr die kleinen Stückchen zu einem immer größeren Ganzen zusammenfügen. 72-Stunden-Aktion heißt das Engagement-Programm, bei dem in diesem Jahr vier Hagener Pfadfinderstämme und zwei KJG-Gruppen verteilt über das gesamte Stadtgebiet mitmachen.

Ehrenamtliche drei Tage im Dauereinsatz

Ein Projekt, das mehr und mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung findet. „Viele Bezirksvertretungen und die Sparkasse haben uns in diesem Jahr unterstützt und Gelder bereitgestellt“, sagt Rebekka Berger vom BDKJ Hagen. „uns geht es darum, Engagement, das oft im Hintergrund läuft, an diesen Tagen in die Öffentlichkeit zu rücken.“

Tage – dieser Plural ist bei der 72-Stunden-Aktion Programm. Um 17.07 haben die Gruppen am Freitag ihre Aktionen gestartet. Um 17.07 am Sonntag sind sie mit ihren Einsätzen fertig.

Jugendliche wetten mit dem Landtag

Daneben gibt es eine Wette mit dem Landtag: 72 Prozent der NRW-Abgeordneten sollen die Projekte unterstützen und sich vor Ort in ihren Wahlkreisen blicken lassen. Was in Hagen dem Abgeordneten im Wahlkampfstress diesmal nicht gelingt.

In einem Promi-Bus werden dafür andere Vertreter von Parteien, der Kirchen und der Verwaltung zu den Aktions-Orten gebracht. „Sie sollen wissen, was wir mit dem Geld anstellen“, sagt Rebekka Berger. „Und für die Kinder und Jugendlichen ist das letztlich auch ein Zeichen der Wertschätzung.“

Pfadfinderstamm auf Friedhof im Einsatz

Beispiel Dahl: Hier bringt sich der Pfadfinderstamm Don Bosco ein. Und zwar auf dem Friedhof. „Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass der Friedhof hier bei uns im Hagener Süden schöner wird“, sagt Sophia Heggemann. Deshalb habe man sich für dieses Projekt der Kategorie „Do it“ (Mach es) entschieden. „Wir wollten uns so einsetzen, dass unser Engagement möglichst vielen Menschen zugute kommt. Also sind wir auf die Gemeinde zugegangen und haben ihr unseren Vorschlag unterbreitet.“

Der umfasst unter anderem, dass die Bänke auf dem Areal zwischen Ribbertstraße und Hoffnungstaler Straße wieder auf Vordermann gebracht und neu gestrichen werden. Daneben soll eine öffentliche Toilette eingerichtet werden. Ein Denkmal wird so freigelegt, dass es auch wieder wahrgenommen wird. Und letztlich werden neue Gießkannen bunt gestaltet und für die Friedhofsbesucher aufgestellt.

In vielen Stadtteilen aktiv

Aktiv aber sind die Gruppen auch in anderen Bereichen und Stadtteilen. Am Marienhof in Ambrock werden Hochbeete aufgestellt, im Hagener Norden gestalten ehrenamtliche Jugendliche eine Flüchtlingsunterkunft in Kabel neu und in Haspe hübschen Mitglieder des BDKJ eine Fahrradwerkstatt der Initiative „Hagen ist bunt“ auf, in der gebrauchte Fahrräder für Flüchtlinge aufgearbeitet werden.

Pfadfinder und BDKJler – sie alle hat für 72 Stunden der Himmel geschickt. All diejenigen, die in den nächsten Wochen vom Engagement profitieren, werden das bestätigen.

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