Verkehr

Brückenneubau – A1-Auffahrt drei Jahre lang teils gesperrt

An der Auffahrt Volmarstein/Haspe wird dreieinhalb Jahre lang die Auffahrt nach Bremen gesperrt.

Foto: Hans Blossey

An der Auffahrt Volmarstein/Haspe wird dreieinhalb Jahre lang die Auffahrt nach Bremen gesperrt. Foto: Hans Blossey

Haspe/Volmarstein.   Mehr als drei Jahre wird an der A1-Auffahrt Haspe wegen des Neubaus der Volmarsteiner Talbrücke die Auffahrt in Richtung Bremen gesperrt.

Wenn die Ursprungspläne Wirklichkeit geworden wären, dann hätte sich dreieinhalb Jahre lang eine zusätzliche Blechlawine durch Hagen gequält. Denn eigentlich war vorgesehen, dass die Umleitung für viele Tausend Lkw und Pkw durch die Innenstadt bis zur Auffahrt Hagen-West laufen soll, wenn die Autobahn-1-Auffahrt Haspe/Volmarstein wegen des Neubaus der Talbrücke Volmarstein in Richtung Bremen für dreieinhalb Jahre gesperrt wird. „Das haben wir aber abwenden können“, so Hagens Stadtsprecher Michael Kaub.

Zusatzproblem Eichholzstraße

Dennoch wird es aber ab Ende Oktober auch für die Hagener Autofahrer und insbesondere für Hasper Unternehmen zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen. Denn auch sie müssen Umwege in Kauf nehmen, um auf die A 1 Richtung Norden zu kommen. Auch wenn die Belastung nicht so groß sein wird wie für die Unternehmen aus Wetter.

Der Hintergrund: Schon länger ist bekannt, dass auf der A 1 in diesen Tagen ein Neubau der Talbrücke Volmarstein ansteht. Jetzt hat die zuständige „Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau“ (Deges) aber erklärt, dass dafür die Autobahn-Auffahrt 89 in Richtung Bremen gesperrt werden muss.

Die Folge: Wer in Haspe/Volmar­stein in Richtung Bremen fahren will, muss erst einmal in die Gegenrichtung fahren, um an der nächst möglichen Abfahrt die Richtung zu wechseln. Das wäre zunächst einmal die Abfahrt Gevelsberg. Doch da dort die Brücke über die A 1 an der Eichholzstraße marode ist und für Fahrzeuge, die breiter als 2,10 Meter sind, gesperrt ist, können allenfalls Pkw hier wenden, Lkw müssen dagegen bis zum Kreuz Wuppertal-Nord durchfahren. 22 Kilometer Umweg sind dies. Hinzu kommt: Die marode Brücke soll ebenfalls so schnell wie möglich saniert werden, was immer mal wieder zu Vollsperrungen führt, so dass Gevelsberg dann auch für Pkw-Fahrer keine Alternative ist.

Die Auswirkungen: In Haspe, aber auch im angrenzende Ennepetal gibt es sehr viele Unternehmen, die bislang die Auffahrt Haspe/Volmarstein nutzen. Der offizielle Umweg führt auch hier über das Kreuz Wuppertal-Nord. Wer Ortskenntnis hat, wird aber auch mit dem Lkw über die Eichholzstraße fahren und die Auffahrt Gevelsberg nutzen, denn aus Richtung Haspe muss man die dortige marode Brücke nicht passieren.

Wie sich sonst die Verkehrsteilnehmer verhalten, ist noch unklar, die Stadt sieht es bislang aber gelassen. „Unsere Experten haben die Zahlen durch die Rechner gejagt“, so Stadtsprecher Michael Kaub. „Sie gehen nicht von einer erheblichen Mehrbelastung aus. Aber es wird schon mehr Verkehr auf dem Graf-von-Galen-Ring oder über den Tücking auf dem Weg zur Auffahrt Hagen-West in Vorhalle geben.“ Wobei Lkw nicht über den Tücking fahren dürfen.

Die Reaktionen: „Mit der Sperrung haben wir dann wieder eine Situation wie vor dem Bau der Anschlussstelle Haspe“, reagiert auch Haspes Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser eher gelassen auf diese Maßnahme. „Ich sehe aber keine Alternative, denn wir alle wissen, dass die Brücken nun einmal saniert werden müssen.“

Erheblich höhere Belastungen werden im benachbarten Wetter vermutet. „Wir haben uns mit diversen Schreiben an die Landespolitik, die Bezirksregierung und den Bauträger gewendet“, so Bürgermeister Frank Hasenberg, zumal durch den Neubau der Obergrabenbrücke die Verkehrssituation in Wetter ohnehin schon angespannt sei.

>> HINTERGRUND: Kritik der SIHK

  • Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK) kritisiert die Sperrung. Als Vertreter der Wirtschaft vor Ort sei die SIHK nicht von der Deges im Vorhinein informiert worden.
  • Die Umleitung über das Autobahnkreuz Wuppertal-Nord sei keine Alternative. Die Unternehmer seien die Leidtragenden.
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