Jugendliche

Arbeitsagentur Hagen stellt Vermittlung von Ferienjobs ein

Klassiker der Nebenjobs: Das

Foto: Holger Hollemann

Klassiker der Nebenjobs: Das

Hagen.   Wegen mangelnder Nachfrage hat die Arbeitsagentur sich aus der Vermittlung von Ferienjobs zurückgezogen. Jugendliche bevorzugen andere Quellen.

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In Hagen hat die Nachfrage nach Nebenjobs so stark nachgelassen, dass die örtliche Agentur für Arbeit die Ferienjob-Vermittlung aufgegeben hat.

Die Sommerferien stehen kurz bevor. Sie sind für Schüler und Studenten eine gute Gelegenheit, das Taschengeld durch einen Ferienjob aufzubessern. Doch Ulrich Brauer, Pressesprecher der Agentur für Arbeit, vermutet, dass Jugendliche alternative Quellen zur amtlichen Vermittlung nutzen: „Die Suche nach Ferienjobs findet eher über Mundpropaganda statt. Oft besorgen Familienangehörige, Bekannte oder Freunde Jobs unter der Hand.“

Jobportale und Zeitungen

Weitere Möglichkeiten sind Jobportale im Internet, Anzeigen in Zeitungen und Stadtmagazinen oder schwarze Bretter in Schulen, Universitäten und Supermärkten. Wer allerdings in Hagen eine Stelle sucht, hat schlechte Karten – lokale Unternehmen haben derzeit keine Angebote ausgeschrieben.

Doch welche Jobs sind für Jugendliche geeignet? Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat auf seiner Internetseite Informationen zum Jugendarbeitsschutz zusammengestellt. Generell sind nur leichte Tätigkeiten wie Gartenarbeit, Zeitung austragen oder Botengänge erlaubt.

Nicht länger als vier Wochen

Schwere körperliche oder gefährliche Tätigkeiten sind Jugendlichen verboten. Auch das Hantieren mit Gefahrenstoffen oder Akkordarbeiten sind untersagt.

Kinder über 13 Jahren dürfen mit der Zustimmung der Eltern bis zu zwei bzw. in der Landwirtschaft drei Stunden täglich arbeiten. Für Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren gilt eine Arbeitszeit von acht Stunden am Tag und 40 Stunden die Woche. Grundsätzlich dürfen Schulpflichtige nicht länger als vier Wochen im Jahr jobben: „Die Ferien sind in erster Linie zur Erholung da“, stellt Manuela Conte, Bundesjugendsekretärin des DGB, klar.

Frühzeitig um Stelle kümmern

Eine gesetzliche Regelung bezüglich der Bezahlung gibt es bei unter 18-Jährigen nicht. Wer hingegen volljährig ist, hat Anspruch auf den Mindestlohn von 8,84 Euro je Stunde. Wichtig ist, mit dem Arbeitgeber vorher einen Vertrag abzuschließen, in dem die Angaben zu Lohn, Arbeitszeiten und Aufgaben genau geregelt sind. Versichert sind die Jugendlichen automatisch beim Unternehmen. Der Unfallschutz gilt ab dem ersten Arbeitstag und auch für den Weg zur Arbeit und den Rückweg nach Hause.

Wer sich in den nächsten Ferien etwas dazu verdienen möchte, sollte sich möglichst früh darum kümmern. Dann sind die Chancen auf Erfolg deutlich höher und wichtige Punkte im Vertrag können mit dem Arbeitgeber in aller Ruhe abgeklärt werden.

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