„Poller-Debatte“

Arbeitskreis soll Verkehr in Hohenlimburg neu regeln

Die Fußgängerzone in Hohenlimburg

Die Fußgängerzone in Hohenlimburg

Foto: Marcel Krombusch

Hohenlimburg.   Ein Arbeitskreis soll Lösungen entwickeln, um Verstöße in der Fußgängerzone einzudämmen. Dass lokale Händler mitwirken, sorgte teils für Protest

Wie können Verkehrs-Verstöße in der Hohenlimburger Fußgängerzone eingedämmt werden? Diese Frage soll nun ein Arbeitskreis klären, darauf einigten sich die Bezirksvertretung Hohenlimburg in der vergangenen Sitzung. Zuvor hatte Michael Bischoff, Leiter der Polizeiwache, über den Verkehr in der Fußgängerzone berichtet. So fahre pro Tag im Durchschnitt alle 5 bis 10 Minuten ein Auto durch den Bereich – Taxen ausgenommen. „Wir stellen dort einen halbwegs regen Verkehr fest“, sagte Bischoff. 50 Verwarngelder habe die Polizei allein im vergangenen Monat verteilt wegen Verstößen gegen die Durchfahrregelung und Falsch-Parker.

„Es gibt allerdings auch viele berechtigte Interessen vor Ort“, wies Bischoff dann unter anderem auf die Nutzer des Fitness-Studios in der Grünrockstraße und die beiden Pflegedienste vor Ort hin, die für Verkehr in den Gassen sorgen. Er tue sich daher schwer mit der Lösung, Poller zu installieren. Aber: „Es ist wichtig, dass wir uns künftig auf eine Richtung einigen.“

CDU, SPD und Bürger für Hohenlimburg forderten zunächst in einem gemeinsamen Antrag Poller für die Fußgängerzone, um das Problem in den Griff zu bekommen. Sie nahmen die Forderung bis auf weiteres zurück und unterstützten den Vorschlag von Polizei und Bezirksbürgermeister, einen Arbeitskreis zu bilden.

Nun sollen Polizei und Ordnungsamt eine erste Lösung für die Verkehrsregelung in der Fußgängerzone erarbeiten, die dann in einem Arbeitskreis mit den Interessengruppen diskutiert wird. Dass dazu die Werbegemeinschaft, sprich lokale Händler, gehören sollen, stieß auf Protest bei der Fraktion Bürger für Hohenlimburg. „Mit dieser Zusammensetzung des Arbeitskreises sind wir nicht einverstanden“, so Frank Schmidt stellvertretend für seine Fraktion, die sich bei der Abstimmung enthielt. Unverständlich, findet Ulrich Elhaus, Vorstand der Werbegemeinschaft, der die Debatte im Zuschauerraum verfolgte. „Zu den Zielen dieser Fraktion gehört doch, dass sie eine Zusammenarbeit mit den Einzelhändlern anstreben.“

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