Hagen. Corona hat vielen Schülern zugesetzt, es sind enorme Lerndefizite entstanden. Drei Schulen in Hagen bieten jetzt Extra-Zeit zum Aufholen.

Um die Auswirkungen der Pandemie abzufedern, hat die Landesregierung das Programm „Extra-​Zeit zum Lernen“ gestartet. Bis zu 60 Millionen Euro werden den Schulen in NRW bis zum Sommer 2022 für außerschulische Bildungs-​ und Betreuungsangebote zur Verfügung gestellt.

108.000 Euro fließen an das Albrecht-Dürer- und das Theodor-Heuss-Gymnasium sowie die Grundschule Henry van de Velde in Hagen. Die drei Lehranstalten wollen, unterstützt von ihren Fördervereinen und weiteren Sponsoren, den Schülern die Chance geben, die während der Corona-Pandemie entstandenen Defizite in kleinen Fördergruppen außerhalb des regulären Unterrichts auszugleichen. „Das ist schon eine eigene Schule, die wir hier gerade aufbauen“, fasste Olaf Wiegand, Leiter des Albrecht-Dürer-Gymnasium (AD), das Mammutprojekt am Montag bei der Präsentation zusammen.

Teilnahme ist freiwillig

120 Kinder und Jugendliche können sofort mit dem Nachhilfeunterricht beginnen, der vor allem die Hauptfächer betrifft. Die Förderstunden finden nachmittags oder samstags morgens statt, die Teilnahme ist freiwillig. Geleitet werden die Kurse, an denen drei bis sechs Schüler teilnehmen, in erster Linie von Lehramtsstudenten.

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Am Theodor-Heuss-Gymnasium sind aber auch Mitglieder des aktuellen Kollegiums sowie pensionierte Lehrer am Start. Gefördert werden neben Deutsch, Englisch und Mathematik auch Französisch und Latein sowie psychosoziale und motorische Fähigkeiten.

Angebote für alle Jahrgänge

Die Angebote sind offen für Schüler aller Leistungsniveaus und aller Jahrgänge. Welche Schüler in den Genuss der Förderung kommen, entscheiden die Lehrer in Absprache mit den Eltern. „Gerade für Familien, die ihre Kinder nicht so gut fördern können, ist das ein sehr gutes Angebot“, so Barbara Brück, Leiterin der van-de-Velde-Grundschule: „Dort sollen die Kinder die Zeit bekommen, die sie brauchen.“

Geplant sind nach derzeitigem Stand 64 Fördergruppen. Das Projekt soll zunächst bis zu den Sommerferien andauern, kann vielleicht aber im darauf folgenden Schuljahr fortgesetzt werden.