Helfe. Ein Schüler der Gesamtschule Helfe in Hagen ist von einer Gruppe Jugendlicher brutal verdroschen worden. Mehrere Streifenwagen waren vor Ort.

Die Polizei in Hagen musste am Donnerstag schon wieder zur Fritz-Steinhoff-Gesamtschule in Helfe ausrücken. Grund diesmal: Ein 14-jähriger Schüler wurde von mehreren Jugendlichen brutal zusammengeschlagen.

Mehrere Streifenwagen waren gegen 13 Uhr im Einsatz, nachdem sich die Auseinandersetzung hinter dem Schulgebäude ereignet hatte. Was die Polizei bislang ermitteln konnte: Das spätere Opfer bekam mit, wie sein Freund (15) in eine Auseinandersetzung mit einer Gruppe von etwa zehn Jugendlichen geriet. Möglicherweise wollte er helfen, jedenfalls begab er sich in Richtung der Streitenden und wurde prompt angegriffen.

Die Jugendlichen, gegen deren Übermacht nichts auszurichten war, schlugen ihn nieder. Doch damit nicht genug: Als er wehrlos am Boden lag, schlugen und traten sie weiter auf ihn ein, wobei sie auch auf seinen Kopf zielten. Schließlich ließen sie von ihrem Opfer ab und machten sich aus dem Staub.

Mit Rettungswagen in die Klinik

Der verletzte Schüler, der die siebte Klasse der Gesamtschule Fritz Steinhoff besucht, erlitt Verletzungen im Gesicht, vor allem die Nase war betroffen. Er musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Zahlreiche Schüler wurden Zeugen der Auseinandersetzung. Auch die Familie des 14-jährigen Schülers tauchte auf dem Schulhof auf, behinderte jedoch die polizeilichen Ermittlungen. Familienmitglieder sollen versucht haben, in einen Rettungswagen einzudringen, konnten daran jedoch von den Beamten gehindert werden.

Täter sind nicht von Gesamtschule

Stephanie Kumbartzky, Abteilungsleiterin der Jahrgänge 7 und 8 an der Schule, war ebenfalls vor Ort und zeigte sich entsetzt über die Auseinandersetzung. Bei den Angreifern habe es sich definitiv nicht um Schüler der Gesamtschule Helfe gehandelt, versicherte sie.

Erst am Dienstag hatte die Polizei einen 15-jährigen Jugendlichen geschnappt, der nahe des Schulgeländes aus einer Gruppe heraus mit einer Schreckschusswaffe in die Luft geschossen hatte. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen sei reine Spekulation, so ein Polizeisprecher. Man stehe ja erst am Anfang der Ermittlungen.