Hagen. Der Hagener Unternehmerrat drückt bei der Neugestaltung der Hagener Fußgängerzone aufs Tempo – und bringt die Idee eines Bürgerfonds ins Spiel.

Die von der Stadtspitze in der ersten Adventswoche angekündigte Investitionsoffensive in der Hagener Innenstadt, die der darbenden Fußgängerzone zumindest in homöopathischen Dosen eine wenig Modernität verleihen soll, trifft bislang auf skeptische Resonanz. Während ein Teil der Ratsfraktionen das Thema in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vertiefend erörtern möchte und bereits Fragenkataloge an die Rathausverwaltung formuliert hat, zeigt sich der Hagener Unternehmerrat, dem inzwischen etwa 90 führende lokale Wirtschaftsvertreter angehören, von den aktuellen Ankündigungen des Oberbürgermeisters überwiegend enttäuscht. Vor allem hält Unternehmerrats-Sprecher Winfried Bahn die in den Raum gestellte Summe von 30 Millionen Euro für eine zeitgemäße Pflasterung der Einkaufsmeile für utopisch und ein „inszeniertes Totschlagargument“. Er bringt stattdessen die Idee ein, über einen Bürgerfonds die Hagener dazu zu bewegen, sich für ein zeitgemäßes Gesicht ihrer City einzubringen.