Hagen. Ingo Hentschel, Ratsherr der Hagener Linken, ist am Freitag seinem Krebsleiden erlegen.

Der Frontmann und Ratsherr der Hagener Linken, Ingo Hentschel, ist am Freitag seinem Krebsleiden erlegen. Der Verstorbene, der neben seiner Ehefrau zwei Kinder hinterlässt, wurde 61 Jahre alt.

Der gebürtige Hagener hatte in den vergangenen Wahlperioden sich als maßgebliches Gesicht seiner Fraktion etabliert und wurde für seine hartnäckige, nachfassende Art geschätzt. Dabei setzte er sich mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und Fleiß bevorzugt für die sozialen Belange jener Bürger ein, die im politischen Geschäft oft kein angemessenes Gehör finden. Mit klarem sozialpolitischen Kompass engagierte er sich nicht bloß im Rat und in den Fachausschüssen, sondern kandidierte für „Die Linke“ auch als Landtags- und Bundestagskandidat und trat zuletzt 2020 sogar bei der Oberbürgermeister-Wahl an.

Die markante Stimme des streitbaren Lokalpolitikers, der zuletzt gemeinsam mit seiner Ehefrau Elke die Ratsgruppe der Linken bildete, wird im Ringen um die besten Lösungen künftig in der Politikkultur des Hagener Rathauses sowohl aufgrund seiner Tonalität, aber vor allem auch inhaltlich fehlen. Zuletzt hatte er in einem Interview mit der Stadtredaktion noch die Hoffnung formuliert, mit seiner Familie das Weihnachtsfest verbringen zu dürfen – ein letzter Wunsch, der sich für den selbsternannten Optimisten nicht mehr erfüllen sollte.