Hagen. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei stürmen in Hagen zwei Wohnungen. Es geht offenbar um einen geplanten Anschlag auf eine Moschee.

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat am Samstagmorgen gegen 1 Uhr zwei Wohnungen in Hagen gestürmt. Zu den genauen Hintergründen hüllen sich Staatsanwaltschaft und Polizei in Schweigen. Nach Informationen unserer Zeitung hängt der Einsatz zusammen mit der Drohung eines 16-Jährigen in sozialen Netzwerken. Dort soll er einen Anschlag auf eine Moschee angekündigt haben.

Die Polizei schreibt, ohne ins Detail zu gehen, zu dem Fall: „Eingegangenen Hinweisen zufolge war die Planung einer Gewalttat nicht auszuschließen.“

Verdächtiger wieder entlassen

Zur vorläufigen Festnahme des Tatverdächtigen sei daher Spezialeinsatzkommando eingesetzt worden. In der Wohnung, so Polizeisprecher Sebastian Hirschberg, seien die Beamten zunächst nicht auf die infrage kommende Person - es soll sich nach Informationen unserer Zeitung um einen Jugendlichen handeln - getroffen.

Großeinsatz der Polizei in Hagen: Zwei Wohnungen werden durchsucht.
Großeinsatz der Polizei in Hagen: Zwei Wohnungen werden durchsucht. © Alex Talash | Alex Talash

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wurde eine zweite Wohnung in Eilpe durchsucht. Dort wurde er angetroffen. Der anfängliche Verdacht erhärtete sich nach intensiven Ermittlung von Polizei und Staatsanwaltschaft nicht, sodass der Festgenommene am Samstagmorgen wieder entlassen werden konnte.