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Auch künftig verkaufsoffene Sonntage

Der verkaufsoffene Sonntag im vergangenen Herbst in Hagen: Das Wetter spielt mit und die Fußgängerzone ist gut besucht. 

Der verkaufsoffene Sonntag im vergangenen Herbst in Hagen: Das Wetter spielt mit und die Fußgängerzone ist gut besucht. 

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen-Mitte.   Die City-Gemeinschaft hält an den vier verkaufsoffenen Sonntagen fest. Allerdings sollen die Rahmenprogramme attraktiver gestaltet werden.

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„Es reicht nicht aus, zu ,Hagen blüht auf’ eine Würstchenbude aufzustellen“, sagt Wladimir Tisch und spielt damit auf das Programm an, das jeden verkaufsoffenen Sonntage flankieren muss.

Der Vorsitzende der City-Gemeinschaft kennt die Diskussionen über das Für und Wider besagter Zusatz-Öffnungstage und resümiert: „Wir müssen begleitende Veranstaltungen, die zusätzlich zu den offenen Läden Gäste in die Innenstadt ziehen und einen Bummel durch die City attraktiver machen, anbieten.“

Protest in Münster

In einigen Städten wird gefordert, verkaufsoffene Sonntage zu untersagen. So kochte das Thema zum Beispiel in Münster hoch, als Händler die Zahl der offenen Sonntage erhöhen wollten, die Gewerkschaft Verdi dagegen jedoch massiven Protest einlegte.

Hagen hält jedoch am bisherigen Konzept mit vier offenen Sonntagen pro Jahr fest.

Auf der jüngst stattgefundenen Sitzung der City-Gemeinschaft wurden die vier bisherigen Festivitäten, die die offenen Sonntage flankieren, bestätigt: „Hagen blüht auf“, City-Autosalon, Schaufensterwettbewerb und Advents-Shopping.

Rat fällt Entscheidung

„Wir werden die Vorschläge – also die Veranstaltungen samt Terminen – ans Ordnungsamt und die Bezirksvertretung Mitte weiterleiten. Der Rat wird dann entscheiden, ob die Veranstaltungen stattfinden“, so Wladimir Tisch.

Gegenwind seitens der Händler oder von Verdi habe es in Hagen bislang nicht gegeben, „im Gegenteil, die Händler betonen immer wieder, wie wichtig die Zusatz-Öffnungstage, die aufs Jahr verteilt sind, für ihr Geschäft ist.“

Mehr als Trödelmarkt

Die Events, die die Mitglieder der Werbegemeinschaft auch künftig als Rahmenprogramm zu den offenen Sonntagen sehen wollen, haben Tradition. „Und sie sind weit mehr als ein Trödelmarkt“, unterstreicht Tisch.

Die genaue Planung? „Hagen blüht auf“ soll vom 5. bis 7. Mai in die Stadt locken. Allerdings wurde das Familienfest in den letzten Jahren mehr und mehr abgespeckt: keine stattlichen Mustergärten mehr, kein großes Bühnenprogramm. „Wir denken für 2017 über ein erweitertes Motto mit neuen Ausstellern nach“, so der City-Manager vage. Konkretes könne er noch nicht sagen.

Ähnliches gilt für den City-Autosalon vom 1. bis 3. September. Die Werbegemeinschaft will gemeinsam mit dem Hauptveranstalter Kfz-Innung überlegen, wie der ­Salon aufgewertet werden kann.

Deko-Schau auf dem Prüfstand

Hinter dem dritten Event steht noch ein großes Fragezeichen: Etliche Jahre hat der Schaufensterwettbewerb den offenen Sonntag im Spätherbst (Oktober/November) umrahmt.

Allerdings hat die Deko-Schau in den letzten Jahren erheblich an Beliebtheit verloren – bei Händlern und City-Bummlern. Früher lockten fast 100 Prachtfen­ster in die Stadt, heute nur noch eine Handvoll teils lieblos dekorierter Fenster.

Ob der Schaufensterwettbewerb gänzlich eingestampft, ein Zwei-Jahres-Rhythmus eingeführt oder das meiste beim Alten bleiben soll, will man Mitte/Ende Februar entscheiden.

Händler sollen Position beziehen

Dann gibt es ein Vor­treffen, zu dem alle interessierten Einzelhändler eingeladen sind. „In dieser Runde sollen die Händler deutlich Position beziehen, ob – und wenn ja – wie es mit der Deko-Schau weitergehen soll“, fordert der City-Manager klare Worte ein.

Der Advents-Shopping-Sonntag ist angedockt an den Hagener Weihnachtsmarkt.

Ein attraktives Rahmenprogramm für den 10. Dezember zu organisieren, dürfte kein Problem sein: Der Weihnachtsmarkt feiert schließlich sein 50-jähriges Bestehen. Und mit den Jubiläumsvorbereitungen sind die Schausteller schon seit Monaten beschäftigt. . .

>> HINTERGRUND

Die City-Gemeinschaft hat derzeit 50 Mitglieder. Einmal pro Monat findet ein Treffen statt.

Neue Mitglieder sind stets willkommen. Nähere Informationen bei Wladimir Tisch unter Telefon: 02331- 80 999 35.

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