Kommentar

Auf dem Weg zu neuer Blüte

Hubertus Heuel

Hubertus Heuel

Foto: Michael Kleinrensing

Am Hagener Theater herrscht Aufbruchstimmung. Diesen Eindruck vermittelte jedenfalls die traditionelle Begrüßung des Ensembles und der neuen Mitarbeiter gestern im Großen Haus. Die zermürbenden Diskussionen um die vom Rat verordnete 1,5-Mio.-Euro-Etatkürzung und die peinliche Schlammschlacht um die bereits als Intendantin nominierte Dominique Caron, die mit ihrem Rückzug endete, scheinen der Vergangenheit anzugehören. Sogar Oberbürgermeister Schulz, der übrigens regelmäßig als Zuschauer zu Gast im Hagener Kulturtempel ist, wurde mit freundlichem Beifall bedacht.

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Am Hagener Theater herrscht Aufbruchstimmung. Diesen Eindruck vermittelte jedenfalls die traditionelle Begrüßung des Ensembles und der neuen Mitarbeiter gestern im Großen Haus. Die zermürbenden Diskussionen um die vom Rat verordnete 1,5-Mio.-Euro-Etatkürzung und die peinliche Schlammschlacht um die bereits als Intendantin nominierte Dominique Caron, die mit ihrem Rückzug endete, scheinen der Vergangenheit anzugehören. Sogar Oberbürgermeister Schulz, der übrigens regelmäßig als Zuschauer zu Gast im Hagener Kulturtempel ist, wurde mit freundlichem Beifall bedacht.

Die gekippte, nunmehr positive Gemütsverfassung am Theater scheint ein Verdienst des neuen Intendanten Francis Hüsers (57) zu sein. Anders als sein Vorgänger Norbert Hilchenbach, der dem Spardiktat zuletzt nicht anders als mit dem Rückzug in den Schmollwinkel zu begegnen wusste, strahlt Hüsers die Überzeugung aus, dass das Hagener Haus auch mit reduziertem Etat seinen Ruf als eines der profiliertesten unter den kleinen Theatern in Deutschland wahren kann. Und er strahlt auch die Autorität aus, sich diese Überzeugung nicht von irgendwelchen Miesepetern madig machen zu lassen.

Mal sehen, ob dieser Eindruck passt und Hüsers das geschröpfte Haus zu neuer Blüte führt. Hubertus Heuel

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