Schlossspiele

Auftaktrevue der Schlosspiele in Hohenlimburg

Das Programm des Hohenlimburger Schlossspiele für das Jahr 2018 ist vorgestellt worden. Vorsitzende Marie-Theres Konder

Foto: Benedikt Weimer

Das Programm des Hohenlimburger Schlossspiele für das Jahr 2018 ist vorgestellt worden. Vorsitzende Marie-Theres Konder Foto: Benedikt Weimer

Hohenlimburg.   Statt im prunkvollen Fürstensaal gibt Intendant Dario Weberg seinem Publikum im Café „Wohlbehagen“ einen Vorgeschmack auf dieses „Volksfest“.

„Und immer wieder geht die Sonne auf“! Der künstlerische Leiter der Hohenlimburger Schlossspiele, Dario Weberg und hunderte Zuschauer singen diese Udo Jürgens-Liedzeile unisono bei der Auftaktrevue zu den Schlossspielen 2018 im Café Wohlbehagen.

Besser lässt sich die Stimmung beim Freundeskreis Schlossspiele und deren zahlreichen Helferinnen und Helfer wohl nicht zusammenfassen. Nach monatelangem Konflikt mit dem Fürstenhaus finden die Spiele 2018 auf jeden Fall statt (die WP berichtete). Damit steht auf jeden Fall fest, dass Hohenlimburg und Hagen ein überregional wichtiges kulturelles Ereignis erhalten bleibt.

Statt im prunkvollen Fürstensaal gibt Intendant Dario Weberg seinem Publikum im Café „Wohlbehagen“ einen Vorgeschmack auf dieses „Volksfest“, wie er es nennt, das dieses Jahr unter dem Motto „Schloss mit lustig“ steht. „Ich leite jetzt das vierte Jahr die Schlossspiele. Die Eröffnungsveranstaltung fand an drei verschiedenen Orten statt“, so Weberg.

Humor und Spaß

Bei den Veranstaltungen soll stets der Humor und Spaß im Vordergrund stehen. Sie werden sich um das Theaterstück „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist ranken, das insgesamt sechs Mal während der gut zwei Wochen aufgeführt wird. Dabei im Mittelpunkt stehen werden die Schauspieler Karolin Kersting und Vincent Hoff, die sich am Sonntag jeweils mit einem Instrument den Zuschauern präsentieren: Kersting spielt vom Klavier begleitet Violine und Hoff erzeugt mit einem Dudelsack außergewöhnliche Klänge.

Auch Dario Weberg zeigt sich musikalisch talentiert: nicht nur auf Deutsch, auch auf Englisch singt er Werke von Udo Jürgens und Co., während Martin Brödemann ihn am Klavier begleitet. Martin Brödemann brachte zwei Eigenkompositionen mit. Eine davon trägt den Titel „Eiszeit“. Brödemann findet: „Die Überschrift passt auch zu der frostigen Atmosphäre bei den Gesprächen mit dem Fürstenhaus.“ Er wird zu den Festspielen mit seinem Programm „Musik geht um die Welt“ einen Beitrag leisten, indem er gemeinsam mit dem Tenor Holger Ries Welthits aus Oper, Musical und Schlager vor den Besuchern darbieten wird.

Auch für Jugendliche

Dario Weberg, der rhetorisch hervorragend und sehr unterhaltsam durch das kurzweilige Programm führt, erwähnt zahlreiche Angebote für Kinder und Schüler: ob Vorstellungen vom Hauptstück „Der zerbrochene Krug“, Darbietungen weiterer Theaterstücke wie „Das Sams“ oder der Lesewettbewerb – auch für Kinder und Jugendliche werden die Schlossspiele interessante Veranstaltungen bieten.

Zu den zahlreichen Musikern, die im Sommer auf dem Schloss zu Gast sein werden, gehört unter anderem die ehemalige Luxuslärm-Sängerin Jini Meyer, die mit ihrer Band auftreten wird. Einen Vorgeschmack auf das facettenreiche Spiel der Gruppe „Luisa Ortu and Friends“, die bei den 64. Hohenlimburger Schlossspielen dabei sein wird, bekommen die Besucher bereits. Mal gefühlvoll und langsam, mal fast rockig – eine Version von Madonnas „Hung up“ mit Akustik-Gitarre und Querflöte gibt es auch nicht alle Tage zu hören.

Auch wenn an diesem Abend die Erleichterung und Freude über die kurzfristig gefundene Lösung für die Austragung der Schlossspiele überwiegt, so machten die Redner deutlich, dass es einer langfristigen Lösung bedarf. Marie-Theres Konder, die Vorsitzende des Schlossspielvereins, sagt dazu: „Das ist kein Dauerzustand. Wir wollen eine gute Lösung für beide Seiten über viele Jahre erzielen“.

Oberbürgermeisters Erik O. Schulz, der als Schirmherr für die Schlossspiele auftritt, freut sich, dass eine Lösung zwischen dem Fürstenhaus und dem Freundeskreis der Schlossspiele gefunden wurde: „Die Schlossspiele gehören zum kulturellen Jahreskalender, und die Stadt Hagen hat ein großes Interesse, dass sie weitergeführt werden“, sagte Schulz.

Die einzig offene Frage bezüglich der Hohenlimburger Schlossspiele 2018 ist nun lediglich noch, ob sie im Schlosshof oder im Schlossgarten stattfinden werden.

Das komplette Programm der Schlossspiele 2018

Das Programm der 64. Hohenlimburger Schlossspiele (24. August bis 9. September) im Überblick:

24. August, 20 Uhr: „Der zerbrochene Krug“, Lustspiel von Heinrich Kleist; weitere Termine am 26. August (18 Uhr), 31. August (20 Uhr), 6. September (20 Uhr); für Jugendliche: 4. September, 10 Uhr: (Sekundarstufe I), 5. September, 10 Uhr (Sekundarstufe II).

25. August, 20 Uhr: Friedel Hiersenkötter.

26. August, 11 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst.

28. August, 20 Uhr: „Rain Man“, Inszenierung vom Theater Pfiffikus.

29. August, 20 Uhr: Kabarett „La Signora“, „Die Schablone, in der ich wohne“.

30. August, 20 Uhr: Konzert „Jini Meyer und Band“.

1. September, 20 Uhr: Musik geht um die Welt, Welthits aus Oper, Musical und Schlager mit Martin Brödemann am Klavier und Tenor Holger Ries (im Café Wohlbehagen).

2. September, 14 Uhr: Ballett der Tanz-Etage mit „Farbenfroh“.

3. September, 9.15 Uhr und 10.30 Uhr: Aufführung für Vorschulen „Schnurgerade“, Inszenierung Julia Heße.

3. September, 15 Uhr: Lesewettbewerb „Rosie und Moussa“ mit Jurorin Susanne Laschet.

4. September, 20 Uhr: Weberg’s Liebesperlen „Schloss mit lustig“.

5. September, 20 Uhr: LEO-Theater Schwelm „Männerabend, nicht nur für Frauen“.

6. September, 9.15 Uhr und 10.30 Uhr: Theaterstück für Grundschulen „Das Sams“.

7. September, 20 Uhr: Folk-Konzert, erste Celtic-Night.

8. September, 20 Uhr: Konzert Luisa Ortu and Friends“.

9. September, 11 Uhr: Jazz-Frühschoppen.

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