Barrierefreiheit

Aufzug wird im Hohenlimburger Rathaus gebaut

Hier soll der Fahrstuhl installiert werden. Links geht es zum Bürgeramt, die Treppe rechts führt zum Ratssaal.

Foto: Lutz Risse

Hier soll der Fahrstuhl installiert werden. Links geht es zum Bürgeramt, die Treppe rechts führt zum Ratssaal. Foto: Lutz Risse

Hohenlimburg.   Menschen mit Gehbehinderung oder Rollstuhlfahrer haben künftig die Möglichkeit, alle Etagen im Hohenlimburger Rathaus bequem zu erreichen.

Was lange währt, wird endlich gut. Spätestens Ende April soll der lang herbeigesehnte Fahrstuhl im Hohenlimburger Rathaus installiert und genutzt werden können. Das bestätigte Karsten-Thilo Raab, Pressesprecher der Stadt Hagen, auf Anfrage der WESTFALENPOST.

„Der Stichtag ist der 30. April. Dann kann der Fahrstuhl genutzt werden. Wir sind voll im Plan“, so Karsten-Thilo Raab weiter. Die Gesamtkosten betragen etwa 65 000 Euro, der Einbau soll in der 16. und 17. Kalenderwoche erfolgen.

Alle Etagen erreichbar

Der Aufstieg soll in der Ecke installiert werden, wo sich Bürgeramt bzw. der Ratssaal befinden. Menschen mit Gehbehinderung oder Rollstuhlfahrer haben künftig die Möglichkeit, alle Etagen im Hohenlimburger Rathaus bequem zu erreichen.

„Eigentlich dauert das schon einige Jahre“, so Hohenlimburgs Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss. Die ehemalige Bezirksvertreterin Benedikta Buddeberg (Bündnis 90/Die Grünen), die im Februar 2012 verstorben ist, war selbst auf den Rollstuhl angewiesen und konnte ohne fremde Hilfe den Ratssaal zu den Sitzungen nicht erreichen.

Barrierefreiheit

Aufgrund des Behindertengleichstellungsgesetzes mussten Maßnahmen ergriffen werden. „In Sachen Barrierefreiheit soll die Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehen“, sagt Hermann-Josef Voss. Ohne die Installation eines Fahrstuhls hätten die Sitzungen der Bezirksvertretung in naher Zukunft wohl in einem ebenerdigen Raum stattfinden müssen.

Die erste Idee war, den Fahrstuhl am ehemaligen Hoesch-Gebäude abzubauen und am Rathaus einen Außenfahrstuhl zu bauen. „Da wäre die Kostenersparnis aber gleich Null gewesen“, so Hermann-Josef Voss. „Daher habe ich mich für die Variante eingesetzt, innen den Aufzug zu bauen.“

„Es ist in den vergangenen Jahren immer wieder ein Thema gewesen. Der Wunsch besteht schon lange“, erinnert sich auch Bezirksvertreter Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg). „Im September 2017 hat uns die Stadt Hagen mitgeteilt, dass noch keine Baugenehmigung vorliegt.“ Das lag allerdings daran, dass zunächst die Variante eines Außenfahrstuhls geprüft wurde, um das Gebäude, was zum Teil auch denkmalgeschützt ist, nicht zu schädigen. Jetzt können aber, wie man so schön sagt, die „Bagger rollen“.

Teile der Decke abtragen

Zunächst müssen natürlich auch Teile der Decke abgetragen werden. „Wir hoffen, dass alle Arbeiten ohne Probleme ablaufen können“, sagt Hermann-Josef Voss, wohl wissend, dass das Hohenlimburger Rathaus schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Alte Gebäude sorgen bei derartigen Maßnahmen recht häufig für Überraschungen...

Hintergrund

Im Jahr 2014 lief der ein Jahrzehnt zuvor geschlossene Vertrag zwischen der Stadt Hagen und dem ThyssenKrupp-Konzern über die Nutzung des oberen Geschosses des ehemaligen Hoesch-Verwaltungsgebäudes am Langenkamp aus. Dort war im Jahr 2004 die Stadtteilbücherei eingezogen.

Hier machte die heimische Politik erstmals den Vorschlag, den gläsernen Aufzug am Hoesch-Gebäude an das Rathaus anzudocken.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik