Kultur

Aus dem Ruhestand – Uli Ohm zurück im Hohenlimburger Werkhof

Wollen in Zukunft die Kulturarbeit im Werkhof gestalten: Uli Ohm, Mesut Varol und Horst Bach (von links).

Wollen in Zukunft die Kulturarbeit im Werkhof gestalten: Uli Ohm, Mesut Varol und Horst Bach (von links).

Hohenlimburg.   Drei Kulturarbeiter wurden im Werkhof seit dem Ausscheiden von Uli Ohm nicht glücklich. Und deshalb ist der Ruheständler jetzt zurück.

Ein „never come back“ gibt es im Sport nicht. Wie viele Beispiele beweisen. Und auch nicht in der Kultur. Zumindest nicht im Hohenlimburger Kulturzentrum Werkhof. Denn Ulrich „Uli“ Ohm ist zurück.

Seit Beginn der 90er-Jahre hat der Schwerter an der Herrenstraße Akzente gesetzt. Als Teamplayer und auch als Allein-Verantwortlicher. Im April 2014 war dann Schluss. Mit 65 Jahren lockte den begeisterten Hobbymusiker der Ruhestand.

Doch den Kontakt zu Hohenlimburg hat der Ruhrstädter auch danach nicht verloren. Denn der Hohenlimburger Schlossspielverein, zu dem Ohm seit vielen Jahren beste Kontakte unterhielt, band ihn als Beisitzer in die Vorstandsarbeit ein. Deshalb zeichnete er beim Hohenlimburger Kulturspektakel für Licht, Ton und Technik mitverantwortlich.

Natürlich war dem jetzt 68-Jährigen nicht verborgen geblieben, dass seine Nachfolgereglung im Werkhof nicht von Erfolg gekrönt war. Gleich drei Kulturarbeiter, die nach seinem Abschied im April 2014 folgten, wurden an der Herrenstraße nicht glücklich. Aus diesem Grund ruhte die Kulturarbeit seit Dezember 2016 allein auf den Schultern des Werkhof-Vorsitzenden Horst Bach und auf denen von Mesut Varol. Die konnten die vielfältigen Aufgaben als Duo nicht oder nur bedingt stemmen. Deshalb suchten sie nach einer Lösung. Und davon hörte auch Ulrich Ohm. „Über Dritte habe ich erfahren, dass sich Uli vorstellen kann, mit einer halben Stelle wieder bei uns einzusteigen“, berichtete Horst Bach gestern bei der Vorstellung des „neuen, alten“ Kulturarbeiters. Der möchte seine guten Kontakte in die heimische Kulturszene – so zu Lioba Albus, Frieda Braun oder Jürgen Becker – wieder aufleben lassen und auch neue knüpfen. „Wir müssen auch die Jugend mit gezielten Veranstaltungen an den Werkhof heranführen.“

Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, schließlich haben sich, wie Horst Bach betont, bereits zahlreiche jüngere Künstler angeboten, an der Herrenstraße aufzutreten. Und auch der gute Kontakt zu Jan Zimmer von der Letmather „Rock & Popfabrik“ soll intensiviert werden. Denn für die Nachwuchsbands war es schon immer ein besonderes Ereignis, in der Katakombe spielen zu dürfen. Zumal der Werkhof e.V. das Problem Licht-, Ton und Technik gelöst hat. Denn mit David „Dave“ Klötzer wird ein an der Kaiserstraße wohnender junger Mann, der einst im Werkhof seine Ausbildung zum Licht- und Tontechniker absolviert hat, dieses Aufgabengebiet übernehmen.

Keine 30 Jahre mehr

Bleibt abschließend noch die Frage, wie lange Uli Ohm das Rentnerdasein gegen seine Tätigkeit im Werkhof eintauschen möchte. „So lange er will. Der Vertrag ist unbefristet“, antwortet Horst Bach postwendend. Und Uli Ohm ergänzt schmunzelnd: „In 30 Jahren möchte ich das nicht mehr machen.“

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