Kultur

Aus einfacher Idee wird Großprojekt

Rüdiger Tamm (rechts) ist Leiter der Jugendband „The Mix Up“ – er entwickelte das Großprojekt . 

Foto: Michael Kleinrensing

Rüdiger Tamm (rechts) ist Leiter der Jugendband „The Mix Up“ – er entwickelte das Großprojekt .  Foto: Michael Kleinrensing

Haspe.   Die Jugendband „The Mix Up“ und ein Projektchor führen das „Hasper Luther-Musical“ auf. Ein echtes Großprojekt, das verbindet.

Aus der Idee ist ein echtes Großprojekt, an dem mehr als 100 Personen beteiligt sind, geworden. Das „Hasper Luther-Musical“, das Ende September uraufgeführt wird, verbindet nicht nur Kinder und Jugendliche mit Älteren, ­sondern auch Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen. Unser Motto lautet „Gemeinschaft erleben“, sagt Rüdiger Tamm.

„Der Ursprung liegt zwar in der Jugendband der evangelischen Kirche in Haspe, doch wir sind offen für jeden“, betont der Bandleiter von „The Mix Up“.

Die Jugendband besteht aus 20 jungen Musikern und wurde vor sieben Jahren ins Leben gerufen. „Der Name ,The Mix Up’ ist Programm und steht sinnbildlich für „gemischt, tolerant und ohne Grenzen“, sagt Tamm, der von seinem Sohn Philipp unterstützt wird. Der 21-Jährige ist stellvertretender Bandleiter und hat sich gemeinsam mit seinem Vater überlegt, im aktuellen Luther-Jahr das Thema Martin Luther musikalisch aufzugreifen. Das Projekt „Hasper Luther-Musical“ war geboren.

Von Resonanz überrascht

„Im letzten Oktober hab’ ich für die Gründung eines Projektchores in der Gemeinde und in ganz Haspe getrommelt“, blickt Rüdiger Tamm zurück, „und ich war von der Resonanz total überrascht“.­ Innerhalb kurzer Zeit meldeten sich zahlreiche ältere Hobby-Sängerinnen und -Sänger, mittlerweile besteht der Projektchor aus 62 Männern und Frauen. „Plus unsere jungen Bandmitglieder sowie mehr als 20 Helfer im Hintergrund – über 100 Personen arbeiten am Musical mit“, rechnet Tamm stolz vor.

Jonas Bruhn ist mit zehn Jahren das jüngste Mitglied. Der Junge spielt Akkordeon und singt. „Wir singen nicht nur aus dem Gesangbuch, sondern auch moderne Lieder von Silbermond oder Musicalsongs“, erzählt Jonas.

Projekt stupst an

Rotraud Hillmann hat als jungens Mädchen im gemischten Chor gesungen, „aber das ist über 60 Jahre her“, lacht die alte Dame. Mit 79 ist sie eine der ältesten Sängerinnen im Projektchor. „Durch das Projekt bin ich angestupst worden – ich hab’ den Spaß am Singen wiederentdeckt“, erzählt sie begeistert.

Was die Besucher des Musicals erwartet? Das Wirken des Reformators Martin Luther wird beleuchtet und einige Mythen über sein Leben werden auch kritisch hinterfragt. Es gibt schauspielerische Einlagen, die durch Lieder aus dem „Luther Pop Oratorium“ sowie Kirchenlieder unterstützt werden. „Der Handlungsstrang wird in einfachen Worten von meiner Frau Ute erzählt; sie hat auch den Text geschrieben“, sagt Rüdiger Tamm. Und ergänzt: „Ja, es ist gut, dass meine Frau und unser Sohn das Projekt mittragen.“ ­

Die Stunden, die er als Band­leiter, Projektchorleiter und Projektinitiator aufbringe, zähle er schon lange nicht mehr, lächelt der gelernte Koch, „all das ist irgendwie mein zweites Leben“.

>>>HINTERGRUND

  • Das „Hasper Luther-Musical“ wird am Freitag, 29. September, um 19.30 Uhr in der evangelisch-lutherischen Kirche in Haspe gezeigt. Die Aufführung dauert zwei Stunden plus Pause und die Organisatoren versprechen einen Wohlfühlabend.
  • Alle am Musical aktiv oder passiv Beteiligten bringen sich ehrenamtlich ein. Der Eintritt ist frei.
  • Das Musical soll nicht nur einmal in Haspe aufgeführt werden, sondern es sind auch Gastspiele geplant, u.a. im in Gevelsberg udn an der Nordsee.
  • Die Jugendband „The Mix Up“ probt mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr im Keller der Kirche.
  • Die Sänger des Projektchores haben beschlossen, dass der Chor bestehen bleiben soll.

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