Politik

Breckerfeld: Bundesverdienstkreuz für Klaus Baumann

Regierungspräsident Hans-Josef Vogel überreicht das Bundesverdienstkreuz mit Urkunde an Klaus Baumann (mit Ehefrau Margot).

Regierungspräsident Hans-Josef Vogel überreicht das Bundesverdienstkreuz mit Urkunde an Klaus Baumann (mit Ehefrau Margot).

Foto: Michael Kleinrensing

Breckerfeld.  Hohe Ehre für Breckerfelds Ex-Bürgermeister Klaus Baumann (CDU). Der 74-Jährige erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande.

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Es muss ein besonderer Tag sein, wenn im Martin-Luther-Haus Deutschlandfahne, NRW-Flagge und die der Stadt Breckerfeld nebeneinander hängen. Und derjenige, der an diesem besonderen Tag im Mittelpunkt steht, gibt sich bescheiden: „Eigentlich werde nicht nur ich geehrt“, so Klaus Baumann, einst Bürgermeister und jetzt Ehrenbürgermeister der Stadt Breckerfeld und blickt in den Saal. „Geehrt fühlen können sich auch viele, mit denen ich in den vergangenen Jahren eng und harmonisch zusammengearbeitet habe.“

Baumann, seit 1967 Mitarbeiter der Stadtverwaltung, lange Jahre als Stadtdirektor Chef im Rathaus und von 1999 bis 2015 erster hauptamtlicher Bürgermeister der Hansestadt Breckerfeld, ist vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz verliehen und der Orden von Hans-Josef Vogel überreicht worden. Dass der Regierungspräsident diesen Orden übergibt, ist ein Seltenheit und wird an diesem zuweilen launigen Abend dadurch dokumentiert, dass es ein kleines Weilchen dauert, bis das Kreuz denn an Baumanns Anzug sitzt – obwohl Vogel die „Tragehinweise“ zuvor studiert hat und diese nebst Urkunde an den Ausgezeichneten überreicht.

Ausgezeichnet im doppelten Sinne

Ausgezeichnet gilt gleich im doppelten Sinn des Wortes. Denn ausgezeichnet, das machen die Redner mit vielen lobenden Worten deutlich, waren die Leistungen, die dazu geführt haben, dass Baumann ausgezeichnet wird. Im beruflichen wie im ehrenamtlichen Bereich. Was sich, wie Vogel erläutert, bei so einem Bürgermeister-Amt manchmal gar nicht mehr trennen lasse.

So mag es viele Verdienste geben, die sich Klaus Baumann im Laufe der Jahre erworben hat. „Im Mittelpunkt standen dabei aber immer die Leidenschaft für und die Liebe zu Breckerfeld“, wie Vogel erklärt. Um im Anschluss zu verkünden, dass ein beruflicher Ruhestand ja keineswegs verbunden sei mit einem bürgerschaftlichen Ruhestand.

Schuldenfreiheit hält bis heute an

Ein Verdienst von vielen: die Schuldenfreiheit, die Breckerfeld 2009 erreichte und die bis heute anhält. Von einer Lebensleistung spricht da Baumanns Nachfolger André Dahlhaus (CDU). „Klaus Baumann hat Breckerfeld zu einer Stadt geformt, die modern ist, aber die Tradition nicht vergisst – die liebens- und lebenswert mit guten Infrastruktureinrichtungen ist, aber trotzdem ganz solide Finanzen aufweist“, fasste er in seiner Laudatio zusammen. Mit Baumann habe jemand an der Spitze der Stadt gestanden, der eine Leitidee – oder anders ausgedrückt – einen politischen Kompass gehabt habe und sich hiervon in keiner Weise habe abbringen lassen.

Aber auch abseits des Rathauses, abseits seines Büros und nachdem das Rathaus längst geschlossen war, habe sich Baumann engagiert: „Auch das Ehrenamt war und ist ihm eine Herzensangelegenheit“, so Dahlhaus. Er sei Ehrenmitglied in einer Vielzahl von Vereinen, habe an einer Vielzahl von Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen teilgenommen, was sicherlich nicht zu den engeren Aufgaben eines Bürgermeisters gehörte.

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