Wandern

Bagger blockiert in Hohenlimburg Weg – Bauherr ist unbekannt

Der Waldweg A 3 oberhalb der Schleipenbergstraße ist gesperrt. Die Wanderer müssen umkehren.

Foto: privat

Der Waldweg A 3 oberhalb der Schleipenbergstraße ist gesperrt. Die Wanderer müssen umkehren. Foto: privat

Hohenlimburg.  Ein Bagger macht das Wandern auf dem Rundweg in Hohenlimburg unmöglich. Allerdings ist unklar, wer vor Ort überhaupt der Bauherr ist

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Die Wanderer, die von der Schleipenbergstraße in Richtung Schloss laufen und dann an der Schranke scharf links abbiegen – etwa um den vom Sauerländischen Gebirgsverein ausgewiesenen Wegen zu folgen – stehen seit einigen Tagen vor einem Bauzaun. Dieser sperrt den Rundweg so ab, dass dieser unpassierbar ist.

Denn hinter dem Zaun steht ein wuchtiger Bagger, der am Wegesrand bereits eine Grube ausgehoben hat. Warum? Was wird im Wald gebaut? Wer ist dafür zuständig? Und warum werden die Wanderer nicht vorab darauf hingewiesen, dass der Rundweg aktuell nicht passierbar ist?

Wanderer müssen auf Weg in Hohenlimburg umkehren

Fragen über Fragen, die ein heimischer Wanderer aufwirft, der mächtig verärgert ist. „Niemand hat es bislang für nötig gehalten, durch eine Beschilderung darauf aufmerksam zu machen, dass der Rundweg gesperrt ist. Da bleibt keine andere Wahl als umzukehren.

Auch die Ortskundigen bekannte Umgehung der Baustelle wurde geschickt blockiert, indem dort Container in den Weg gestellt werden.“

Bei der Stadt Hagen liegt kein Antrag vor

Die Stadt Hagen, so die Pressetelle, ist über die Baumaßnahme nicht informiert. „Es liegt kein Antrag für eine Sperrung vor. In der Regel teilen die Firmen uns mit, wenn ein neuer Sendemast errichtet wird.“

Schlossherr, Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg, kann das Rätsel, warum der „Bagger im Wald baggert“, ebenfalls nicht lösen. Auf Anfrage schreibt die fürstliche Kanzlei: „Der Fürst hört das erste Mal von der Baustelle. Vermutlich handelt es sich dabei um ein städtisches Grundstück.“

Wer ist der Bauherr?

Auch das Regionalforstamt Ruhr in Gelsenkirchen ist bislang nicht informiert. „Die Bauordnungsbehörde der Stadt Hagen sollte eigentlich von der Baumaßnahme wissen. Obwohl es sich um einen privaten Weg handelt, sind solche Aktivitäten im Wald genehmigungspflichtig“, sagt Michael Boerth.

Grundsätzlich darf ein Waldbesitzer, wenn er einen neuen Sendemasten erstellt, das tun. Aber nur dann, wenn er im Verhältnis 1:1 die alte Fläche nutzt. Die zweite Voraussetzung ist, dass der bestehende Sendemast ordnungsgemäß genehmigt worden ist. Boerth: „Eine Umwandlung des Waldes, so auch bei einer Erstellung eines neuen Sendemasten, ist stets mit besonderen Auflagen verbunden. So müssen die Grundstücksbesitzer Ersatzpflanzungen vornehmen.“ Um das kontrollieren zu können, muss zunächst einmal bekannt sein, wer der Bauherr ist.

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