Bahnhof Hohenlimburg

Bahn verspricht: Baubeginn in Hohenlimburg ist im Jahr 2020

Im Jahr 2020 soll die Sanierung des Bahnhofes beginnen. Durch den Einbau von zwei Aufzügen wird dieser dann barrierefrei.

Foto: Volker Bremshey

Im Jahr 2020 soll die Sanierung des Bahnhofes beginnen. Durch den Einbau von zwei Aufzügen wird dieser dann barrierefrei. Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg.   Der Hohenlimburger Bahnhof soll barrierefrei werden. Darum bemüht sich der Bürgerverein Wesselbach bereits seit dem Jahr 1995.

Der Hohenlimburger Bahnhof soll barrierefrei werden. Dieses Ziel hat sich der Bürgerverein Wesselbach seit dem Jahr 1995 (siehe dazu Zweittext) auf die Fahnen geschrieben. Jetzt gibt es ein weiteres Signal der Deutschen Bahn, dass die Wünsche und Ideen des Vereins ab dem Jahr 2020 Realität werden können.

Der Hagener SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg hatte die Deutsche Bahn aktuell um eine Stellungnahme zum Verfahrensstand gebeten. Hintergrund dafür ist auch die unendliche Geschichte um den Abschluss der Baumaßnahme am Letmather Bahnhof, die sich für den Laien aus nicht nachvollziehbaren Gründen immer weiter verzögert, Deshalb hakte Wolfgang Jörg nach, wann die Deutsche Bahn die im Jahr 2016 für Hohenlimburg verkündete Baumaßnahme der Modernisierungsoffensive 2 (MOF 2) beginne und diese somit umgesetzt werde.

Jetzt teilte der Konzernbevollmächtigte Werner J. Lübberink mit, dass die Deutsche Bahn an den Planungen festhalte, den Mittelbahnsteig auf einer Länge von 176 Metern zu erneuern. Dieser soll, um den Fahrgästen das Einsteigen in die Züge zu erleichtern, auf 76 Zentimeter erhöht werden.

Altes Ständerwerk erhalten

Die Bahn bekräftigt noch einmal, dass gleichzeitig die Personenunterführung saniert und mit zwei Aufzügen versehen werden soll. Darüber hinaus soll die Beleuchtung und die Bahnsteigausstattung modernisiert werden. Dass heißt: Es gibt neue Sitzmöglichkeiten, einen neuen Wetterschutz und auch ein neues Wegeleitsystem. Zum Thema Wetterschutz haben die Hohenlimburger bereits Anregungen gemacht, denn sie möchten, dass das alte Ständerwerk erhalten bleibt und nicht abgerissen wird. Dabei ist ihnen natürlich bewusst, dass eine Grundsanierung erforderlich ist.

„Die Kollegen der DG Station & Service AG betreiben derzeit Ausschreibungen für die Planungsleistungen“, so Lübberink, „der Baubeginn für die Modernisierung könnte deshalb nach dem aktuellen Stand Ende 2020 sein. Die Hauptbauleistungen könnten dann im Jahr 2021 durchgeführt werden.“

Mit dem Zug bis Iserlohn

Insbesondere Rollstuhlfahrer, Mütter mit Kinderwagen und Radfahrer erhoffen sich eine schnelle Umsetzung der Pläne und damit verbunden den Bau von zwei Aufzügen, um vom Mittelbahnsteig barrierefrei zur Hohenlimburger Bahnstraße und somit in die Innenstadt gelangen zu können. Das ist aktuell jenen Rollstuhlfahrern, die mit dem Zug aus Hagen nach Hohenlimburg fahren, nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Sie müssen bis nach Iserlohn fahren und von dort wieder nach Hohenlimburg, um dann an Gleis 1 auszusteigen.

Das sind unhaltbare Zustände, wie der Hohenlimburger Rollstuhlfahrer Walter Tonelli schildert. Auch er fährt manchmal mit dem Zug bis zum Iserlohner Bahnhof und von dort mit dem Bus (Linie 1) wieder nach Hohenlimburg zurück. Wenn in einem angemessenen Zeitraum kein Zug fährt. Der Zeitverlust beträgt dabei fast eine Stunde. Deshalb fährt er manchmal von Hagen aus mit dem Bus nach Hause. Für ihn umständlich und eigentlich nicht sinnvoll, denn er wohnt nur rund 100 Meter vom Bahnhof entfernt.

Bürgerverein Wesselbach hat 1995 die Idee

Seit dem Jahr 1995 hat sich der Bürgerverein Wesselbach mit der Gestaltung des Bahnhofes befasst und Gestaltungsvorschläge gemacht, um für die Bahnfahrer auch in Hohenlimburg die Barrierefreiheit zu erwirken. Ein Vorschlag war, eine neue Doppelweiche in Höhe von Hagen-Kabel zu bauen, damit der Personenverkehr Gleis 1 erreichen kann. Sowohl aus der Fahrtrichtung Letmathe, als auch aus der Fahrtrichtung Hagen. Diese Idee lässt sich, so die Deutsche Bahn, nicht verwirklichen.

Weil sich die Deutsche Bahn in den Folgejahren nicht bewegte, wurde nach Paragraf 41 der Landesverfassung vom Verein eine Petition erwirkt. Deshalb trafen sich Politiker, Bahn und Bürger im Fe-bruar 2013 am Bahnhof; anschließend zum Informationsaustausch im Rathaus. Dieses Engagement führte dazu, dass Hohenlimburg im Jahr 2016 in die Modernisierungsoffensive 2 aufgenommen wurde und Bahn und Land NRW nunmehr insgesamt 3,2 Millionen Euro investieren wollen.

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