Bundespolizei

Bahnhofswache Hagen: Bundespolizei reagiert auf Vorwürfe

In der Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof Hagen bildet sich Schimmel, die Wände sind feucht.

In der Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof Hagen bildet sich Schimmel, die Wände sind feucht.

Foto: Jens Stubbe

Hagen.  Die Gewerkschaft der Polizei hat die Wache am Hauptbahnhof Hagen als eine der schlimmsten des Landes bezeichnet. Jetzt reagiert die Bundespolizei.

Nach der heftigen Kritik der Gewerkschaft der Polizei (GdP) an den Zuständen der Bundespolizei-Wache am Hagener Hauptbahnhof haben jetzt die Deutsche Bahn als Vermieter sowie die Bundespolizei auf die Vorwürfe reagiert. Die GdP hatte die Wache als „eine der schlimmsten des Landes“ bezeichnet und dabei unter anderem auf ein undichtes Dach, auf Schimmel und Feuchtigkeit sowie auf fehlende Räume (nur eine Umkleide für Männer und Frauen sowie eine Dusche) verwiesen.

„Das ist eine Zumutung für Besucher und Kollegen“, hatte Andreas Naschke von der Gewerkschaft der Polizei mit Blick auf die Hagener Wache gesagt. „Das Wasser dringt im Bereich des Daches ein und sucht sich immer neue Wege. Aber außer Flickschusterei passiert hier seit Jahren nichts.“

Auch Bundestagsabgeordnete hatte Zustände kritisiert

Kritik an den Zuständen hatte auch die Hagener Bundestagsabgeordnete Kathrin Helling-Plahr (FDP) geübt: „Dass die Liegenschaften der Bundespolizei weitläufig marode sind, ist lange bekannt“, so Helling-Plahr. „Das Bundesinnenministerium und die Vermieter der Liegenschaft, hier die Deutsche Bahn, sind in der Bringschuld.“

Die Bundespolizei selbst hat jetzt Stellung zu den Zuständen an der Wache Hagen bezogen: Einen Schaden am Dach schließt die Behörde aus. Es habe mehrere Ortstermine mit einem Dachdecke gegeben, erklärt dazu Jens Flören, Sprecher der Bundespolizei. „Gegenwärtig werden der Eingangsbereich sowie ein Lagerraum umfassend saniert. Dabei werden auch mögliche Ursachen für Stockflecken untersucht.“

Bundespolizei einig mit der Deutschen Bahn

Generell hält die Behörde fest, dass erforderliche Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten stets umgehend in Abstimmung mit der Deutschen Bahn veranlasst worden seien. Mit Blick auf Parkplätze, die vor der Wache weggefallen sind, erklärt die Bundespolizei: „Es wurden lediglich Stellplätze für Privat-Pkw gekündigt, auf die wir keinen gesetzlich verbindlichen Anspruch hatten.“

Mit dem Vermieter bestehe Einigkeit, dass sich die räumliche Situation des Revieres Hagen verbessern müsse. „Hierzu befinden sich die Beteiligten in enger Abstimmung“, so Jens Flören.

Die Deutsche Bahn spricht „von einem Wasserschaden“, der schnellstmöglich repariert wurde. Aktuell würden noch letzte Restarbeiten laufen. Ansonsten betont das Unternehmen, dass man in enger Abstimmung daran arbeite, zusätzlichen Raum für die Bundespolizisten zu schaffen, die in den nächsten Jahren zusätzlich eingestellt werden sollen.

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