Investoren machen weiter

Baumwipfelpfad kommt auch ohne Hotelzimmer in Hasper Wald

Die Stege eines Baumwipfelpfades – hier ein Beispielfoto – sollen von Haspe aus tolle Fernsichten ins Sauerland, aber auch ins Ruhrgebiet eröffnen.

Die Stege eines Baumwipfelpfades – hier ein Beispielfoto – sollen von Haspe aus tolle Fernsichten ins Sauerland, aber auch ins Ruhrgebiet eröffnen.

Hagen.   Die Investoren des Baumwipfelpfades verfolgen ihre Ideen für den Hasper Wald weiter, obwohl dort das Planungsrecht keine Hotelzimmer zulässt.

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Die Investoren des Baumwipfelpfades halten, obwohl eine Realisierung der baumelnden Waldhotelzimmer an diesem Standort aus planungsrechtlichen Gründen nicht möglich ist, an ihren Ideen für einen hölzernen Steg durch die Kronen des Hasper Waldes zwischen Hinnenwiese und Kaiser-Friedrich-Turm fest. Das hat am Mittwoch ein Spitzengespräch im Hagener Baudezernat ergeben.

„Wir wollen unser Konzept weiter verfolgen“, bestätigt Tobias Spindler, Geschäftsführer von Forest Adventures. „Dazu gehört auch weiterhin ein waldpädagogisches Konzept.“ Der Baumwipfelpfad selbst ist als „Wanderweg in Höhe“ durchaus genehmigungsfähig.

Weitere Parkflächen gesucht

Neben dem Verzicht auf die Übernachtungsmöglichkeiten müssen die Projektentwickler sich zudem Gedanken machen, wie sie die angedachte Parkplatzlösung auf ein verträgliches Maß abspecken. „Wir werden die Flächen direkt am Baumwipfelpfad deutlich reduzieren und nach dezentralen Ausweichflächen suchen“, kündigt Spindler an.

Allerdings müssten diese zusätzlichen Stellplätze in einem zumutbaren Radius liegen, so dass die Besucher den Baumwipfelpfad auch tatsächlich noch erwandern könnten. Entsprechende Ergebnisse möchten die hessischen Unternehmer bis zum Jahresende im Rathaus vorlegen.

Andere Projekte haben Vorrang

Aufgrund dieser konzeptionellen Änderungen wird sich die Planungsphase für das Gesamtprojekt weiter verlängern. Zudem wird das Hagener Investitionsprojekt bei Forest Adventures auf der internen Prioritätenliste weiter nach hinten rutschen. Stattdessen sollen weitere Ausbaumodule bei der aktuell entstehenden Anlage in Bad Camberg am Rande des Taunus, wo die Investoren zurzeit einen Kletterwald in Kombination mit einem Baumwipfelpfad errichten, vorgezogen werden.

Daher, so Spindler weiter, werde in Hagen „realistisch betrachtet vor dem Jahr 2020 kein Bauantrag gestellt“.

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