Lokales

Bauressort auf letzter Rille

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Oberbürgermeister Jörg Dehm sprach Tacheles, als in der Ratssitzung das Gemecker über unzumutbare Wartezeiten beim Wählen in den Bürgerämtern sich hochzuschaukeln drohte: Natürlich könne es auf Dauer nicht spurlos an den Bürgern vorbeigehen, wenn im Rahmen der Sparmaßnahmen städtisches Personal zusammengeschmolzen werde. Und vor allem solle die Politik aufhören, mit dem Finger auf die angeblich schlafmützige Verwaltung zu zeigen – sämtliche Konsolidierungsentscheidungen seien mit breiten Mehrheiten getragen worden. Wer so beschließe, müsse auch in Wahlkampfzeiten das Rückgrat haben, dies den Menschen ehrlich zu sagen.

Rasant eng dürfte es in Zukunft auch bei der Bauverwaltung zugehen. Dort wurde zum Jahreswechsel nicht nur ein Großteil des Spitzenteams in den Ruhestand verabschiedet. Jetzt droht auch noch Georg Thomys, gerade erst nachinthronisierter Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, - planung und Bauordnung, Hagen den Rücken zu kehren. Den gezielt zum Nachfolger aufgebaute Diplom-Ingenieur, der gerade auch privat sein Glück baut, zieht es nach Lüdenscheid. In zehn Tagen soll ihn der dortige Rat zum Leiter der Bauordnung küren.

Eine Personalie, die den Druck im Grothe-Ressort, das ohnehin schon auf der letzten Rille läuft und immer öfter durch angekaufte externe Unterstützung sich über Wasser hält, noch einmal erhöht. Und das in einer Phase, in der in der Rathaus-Galerie die Ladenbauer für 70 Geschäfte auf ihre Baugenehmigungen warten, in der ein aufwändiger Umbau der Volme-Galerie amtlich begleitet werden muss und in der das Galeria-Kaufhof-Objekt an der „Elbe“ ein Facelifting erfährt.

Wehe, wenn jetzt noch der Bürger naht, und für sein Projekt eine Baugenehmigung wünscht . . .

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