Großeinsatz

Bombendrohung in Hagen-Haspe: Noch keine heiße Spur

Die Moschee in Haspe wurde evakuiert.

Die Moschee in Haspe wurde evakuiert.

Foto: Alex Talash

Haspe.  Wer steckt hinter der Bombendrohung gegen die türkischen Gemeinden im Ruhrgebiet, darunter eine Moschee in Hagen-Haspe? Die Kripo ermittelt.

Nach der Bombendrohung gegen eine Moschee in Haspe ermittelt die Kripo unter Hochdruck nach dem Täter. Bislang gebe es allerdings keine heiße Spur, teilte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Dortmund mit, das den Großeinsatz am Mittwoch koordinierte. Neben der Hagener Moschee waren auch islamische Gotteshäuser an der Höingstraße in Unna und an der Westfalenstraße in Essen betroffen. Wie in Haspe konnte die Polizei auch dort am Mittwochabend Entwarnung geben.

Noch gebe es keinen Tatverdächtigen, so die Kripo-Sprecherin. Ob tatsächlich die verbotene, rechtsextreme „Combat Kampfgruppe 18“, wie es in der Email an die türkische Gemeinde hieß, hinter der Drohung steckt, sei ebenfalls nicht erwiesen. Die Polizei konnte auch keine Angaben dazu machen, ob in Hagen oder Umgebung ein Mitglied von „Combat 18“ lebt.

Die Hagener Polizei hatte die Moschee an der Straße im Mühlenwert am Mittwoch geräumt und die benachbarten Wohnhäuser evakuiert. Die Enneper Straße war aus Sicherheitsgründen stundenlang für den Verkehr gesperrt.

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