Ermittlungen

Einbrecher legen Feuer in syrischem Geschäft in Hagen

Ein Brandanschlag auf ein syrisches Geschäft beschäftigt den Staatsschutz.

Ein Brandanschlag auf ein syrisches Geschäft beschäftigt den Staatsschutz.

Foto: Alex Talash

Hagen.  In einen syrischen Lebensmittelladen in Hagen wurde eingebrochen und ein Feuer gelegt. Der Staatsschutz ermittelt.

Ein Brandanschlag auf ein syrisches Geschäft beschäftigt den Staatsschutz. Unbekannte hatten in der Nacht zum Sonntag gegen 1.55 Uhr in der Straße „Am Hauptbahnhof“ in dem Lebensmittelladen eine Scheibe im hinteren Teil des Supermarktes eingeschlagen und an mindestens zwei Stellen ein Feuer gelegt.

Anwohner aus den Wohnungen über dem Geschäft konnten sich selbstständig rechtzeitig in Sicherheit bringen. Rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. Das Feuer beschränkte sich auf den Lebensmittelmarkt.

Da die Polizei ein fremdenfeindliches Motiv nicht ausschließen kann, hat der Staatsschutz der Hagener Polizei die Ermittlungen übernommen. Inzwischen gehen die Ermittler allerdings eher davon aus, dass kein politisches Motiv vorliegt. Polizeisprecher Sebastian Hirschberg: „Nach ersten Ermittlungen gehen wir davon aus, dass das Feuer gelegt wurde, um Einbruchsspuren zu vertuschen. Wir gehen nicht von einem politisch motivierten Hintergrund aus, dennoch ermitteln wir ergebnisoffen in alle Richtungen.“ Noch in der Nacht hat die Spurensicherung umfangreiche Maßnahmen getroffen.

Ladenbesitzer schon öfter Opfer solcher Taten

Die Anwohner konnten nach den Maßnahmen der Feuerwehr wieder zurück in die Wohnungen. Der Lebensmittelladen wurde von der Polizei versiegelt.

Besitzer Kamiran Yusuf: „Ich stehe vor meiner Existenz - damit habe ich mein Leben und das meiner vier Kinder bezahlt. Ich habe keine Kraft mehr.“ Nach eigenen Angaben wurde er bereits schon zwei Mal Opfer ähnlicher Taten. In seinen ersten Markt wurde einmal eingebrochen und ein anderes Mal wurde ein Feuer gelegt. Wie es jetzt weiter geht ist noch offen: „Ich brauche noch ein bisschen Zeit, um das zu verarbeiten - es bleibt ein Rätsel, warum das Menschen anderen Leuten antun.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben