Kommentar

Brandstiftertum als Prinzip

Martin Weiske

Martin Weiske

Foto: Michael Kleinrensing

Die Frustrierten in Reihen der Hagener SPD haben das politische Brandstiftertum zum taktischen Prinzip erhoben. Gefühlt wird aktuell im 14-Tage-Rhythmus versucht, irgendeine Genossen-Sau durchs Dorf zu jagen, um im Super-Wahljahr 2017 den Ruf der Partei sowie das Ansehen von Personen nachhaltig zu beschädigen.

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Die Frustrierten in Reihen der Hagener SPD haben das politische Brandstiftertum zum taktischen Prinzip erhoben. Gefühlt wird aktuell im 14-Tage-Rhythmus versucht, irgendeine Genossen-Sau durchs Dorf zu jagen, um im Super-Wahljahr 2017 den Ruf der Partei sowie das Ansehen von Personen nachhaltig zu beschädigen.

Eine Möglichkeit, diese permanenten Querschüsse zu unterbinden, gibt es nicht. Das ist grundsätzlich auch gut so, damit bei berechtigter Kritik Andersdenkende nicht einfach von der Parteiführung mundtot gemacht werden können. Doch die Parteiordnungsvorstöße aus Altenhagen wirken – vom Griff eines Ratsherrn in die Parteikasse mal abgesehen – eher querulatorisch als aufklärerisch. Zudem lässt die Diktion der Anträge bereits auf den ersten Blick erkennen, dass im Hintergrund Souffleure mit juristischer Vorbildung dem Ortsvereinsvorsitzenden den Stift geführt haben.

Der fortgesetzte Selbstzerstörungsprozess der Genossen zieht seine Spannung bloß noch aus der Frage, welche Persönlichkeit denn noch aus dem Leichenkeller der Hagener Sozialdemokratie exhumiert werden soll. Politisch Substanzielles ist aus den Reihen der Quertreiber weiterhin kaum zu erwarten.

Martin Weiske

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