Landwirtschaft

Breckerfeld: Bürger werden über Wegenetz virtuell informiert

In Breckerfeld wird ein Konzept für Wege im Außenbereich erstellt. Die Bürger werden online informiert.

In Breckerfeld wird ein Konzept für Wege im Außenbereich erstellt. Die Bürger werden online informiert.

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Breckerfeld.  Eine Bürgerversammlung lässt Corona nicht zu. Jetzt informiert die Stadt Breckerfeld virtuell über ein Wegenetzkonzept.

Es geht auch um neue Wege. Neu ist aber auch der Weg, den die Stadt Breckerfeld einschlägt. Dass Bürger an Entscheidungen beteiligt werden, ist kein Novum. Dass das aber nicht in einem wirklichen Raum sondern in einem virtuellen passiert, schon. „Virtuelle Bürgerinformation“ heißt die Veranstaltung, die ausschließlich im Internet stattfindet. „Das ist auch für uns eine Premiere“, sagt Bürgermeister André Dahlhaus, „ich bin gespannt, wie das wird.“

Alleine ist die Stadt Breckerfeld dabei nicht. Ein Dienstleister, der Online-Konferenzen mit großer Beteiligung bereits in anderen Kommunen durchgeführt hat, begleitet die Stadt Breckerfeld.

Corona-Pandemie: Information ins Netz verlagert

Dass die Verwaltung der Hansestadt sich zu diesem Schritt entschlossen hat, ist der Corona-Pandemie geschuldet. „Wir rechnen schon mit einem hohen Interesse und haben einfach keinen Raum, um eine solche Bürgerinformation mit den nötigen Abständen durchzuführen. Wir wollen ja auch niemanden, der sein Interesse bekundet, wieder nach Hause schicken.“

Rein inhaltlich geht es um das neue Wirtschaftswegekonzept. Ausgearbeitet wurde es in einer Arbeitsgruppe, an der Vertreter der Land- und Forstwirtschaft, der Politik und der Verwaltung beteiligt waren. Dazu kommt die Ge-Komm GmbH, eine Gesellschaft für kommunale Infrastruktur. Ziel ist es, den ländlichen Außenbereich zu stärken.

Bezirksregierung fördert mit Bundes- und Landesmitteln

Neben einem zukunftsfähigen Wegekonzept geht es um eine Basis für Investitionsentscheidungen und um die dauerhafte Unterhaltung der Wege. Das neue Konzept wird von der Bezirksregierung Arnsberg mit Mitteln der Europäischen Gemeinschaft, des Bundes und des Landes zu 75 Prozent gefördert.

In einem ersten Schritt wurde in den vergangenen Monaten ein Konzept-Entwurf als Diskussionsgrundlage erarbeitet. Dazu wurden sämtliche öffentlichen und privaten Wege klassifiziert: Welche Wege und Brückenbauwerke sind für die Stadt unverzichtbar und haben eine hohe Priorität? Welche Wege könnten im Standard gesenkt, ökologisch aufgewertet oder sogar gänzlich aufgegeben werden? Welche Wege sind für die Allgemeinheit entbehrlich?

Fragen per Chat möglich

Die Zwischenergebnisse sollen weiterentwickelt werden. Deshalb findet am Mittwoch, 23. September, um 19 Uhr die erste virtuelle Bürgerversammlung statt. In der Liveübertragung werden die Beteiligungsmöglichkeiten über ein Bürgerdialogportal im Internet erläutert. Die Teilnehmer können in einer Chat-Funktion Fragen stellen, die live beantwortet werden.

Auch im Anschluss an diesen Termin besteht weiterhin Gelegenheit, sich an der Planung zu beteiligen. „Auch wer technische Probleme haben sollte, kann sich im Anschluss gern im Rathaus informieren“, so André Dahlhaus. Das gleiche gelte für Bürger, die keinen Zugang zum Internet haben.

Dialogportal wird freigeschaltet

Nach der virtuellen Bürgerinformation wird ein Bürgerdialogportal freigeschaltet. Es bleibt bis zum 11. Oktober geöffnet.

Bürger können sich schon jetzt hier anmelden.

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