Breckerfeld

Breckerfelder Vereine wollen an letzten Stadtbrand erinnern

In Breckerfeld wird  an den letzten Stadtbrand erinnert.

In Breckerfeld wird an den letzten Stadtbrand erinnert.

Foto: Michael Kleinrensing

Breckerfeld.   In Breckerfeld wird an Ostersonntag an den letzten Stadtbrand, der sich 1727 ereignete, erinnert.

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Es ist von einer fürchterlichen Feuersbrunst die Rede. Von Häusern, die bis zu allen drei Stadttoren hin dem Erdboden gleich gemacht wurden. Die Schule war darunter. Das Rathaus. Und auch der Turm und das Dach der Jakobus-Kirche brachen zusammen. Sechs Menschen, so wird es der Geschichtsschreiber Anton Meier später festhalten, kamen auf tragische Art in den Flammen um.

Schreckliches Ereignis

Die Nacht vom 21. auf den 22. April 1727, als gegen 23 Uhr das Feuer ausbrach, muss zu den schlimmsten in der Breckerfelder Stadtgeschichte zählen. Mitglieder des Heimatvereins, des Museumsvereins und des Stadtmarketings wollen am Ostersonntag an das schreckliche Ereignis erinnern.

Stadtmauer wird angestrahlt

„Zwischen 19 und 23 Uhr werden wir die Stadtmauer im kleinen Park an der Stippstihe anstrahlen“, sagt Johannes Dennda, Vorsitzender des Vereins Stadtmuseum Breckerfeld. Dazu soll eine Feuerkorb aufgestellt werden.

Einschneidendes Erlebnis

„Rund 90 Prozent der Stadt Breckerfeld wurden damals auf einen Schlag vernichtet“, sagt Johannes Dennda, „so etwas kann man sich kaum vorstellen. Aber für die Menschen damals muss das ein sehr einschneidendes Erlebnis gewesen sein.“

Vier Scheinwerfer sollen jetzt vier Stunden lang die Stadtmauer anstrahlen. Dazu werden Blätter mit Auszügen aus dem Breckerfelder Geschichtsbuch von Anton Meier verteilt, in dem jener das Feuer, seine Ausmaße und die Folgen beschreibt. Vertreter des Stadtmarketings, des Heimatvereins und des Museumsvereins werden vor Ort sein, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Jahrestag fällt zufällig auf Ostermontag

„Das ist ja das erste Mal, dass wir dieses so wichtige Ereignis für die Stadt Breckerfeld in den Fokus rücken. Es ist Zufall, dass der Jahrestag in diesem Jahr ausgerechnet auf den Ostermontag fällt“, sagt Johannes Dennda. „Wir schauen dann mal, was sich in den kommenden Jahren vielleicht noch daraus entwickeln kann.“

So könne er sich gut vorstellen, auch die Feuerwehr in die Gedenkveranstaltung einzubinden, so erklärt Dennda weiter. Auch die Teilnahme einer Schauspielgruppe ist für ihn durchaus vorstellbar.

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