Politik

Bürger in Hagen in Stadtentwicklung eingebunden

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Begleiten den ISEK-Prozess (von links): Marianne Book, Thomas Scholle, Thomas Grothe, Erik O. Schulz und Alexander Benning.

Begleiten den ISEK-Prozess (von links): Marianne Book, Thomas Scholle, Thomas Grothe, Erik O. Schulz und Alexander Benning.

Foto: Hubertus Heuel

Hagen.   Hagen plant 2035 – der ISEK-Prozess geht in die nächste Runde. Im März können alle Bürger in Hagen ihre Ideen zur Stadtentwicklung einbringen.

Der ISEK-Prozess (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) „Hagen Plant 2035“ geht in die nächste Runde: Vom 1. bis 31. März sind alle Bürger aufgefordert, auf der Projektwebsite www.plan-portal.de/hagen ihre Vorschläge und Visionen für ein Hagen der Zukunft zu formulieren. „Bislang haben wir strategische Ziele gesammelt, jetzt geht es um konkrete Projekte und um die Nutzung von Flächen“, beschreibt Baudezernent Thomas Grothe, der Ende April in den Ruhestand geht, die Vorgehensweise.

Eines der wichtigsten Ziele von „Hagen plant 2035“ ist es, die Bürger an der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes mitwirken zu lassen. Wie bei den zurückliegenden Bezirkswerkstätten haben die Hagener deshalb auch bei der jetzt bevorstehenden Online-Beteiligung die Chance, den Planern zu erklären, was in ihrer Stadt, in ihrem Bezirk, ihrem Viertel, ihrer Nachbarschaft oder ihrer Straße verbessert werden könnte.

Sechs ausgewählte Ziele

Von den 16 strategischen Zielen des ISEK-Prozesses hat die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Plan-lokal um der besseren Überschaubarkeit willen sechs für die Online-Mitwirkung ausgewählt: Wohnen, Sozial gerechte Stadt, Grünes Netzwerk für Mensch und Natur, Mobilität neu denken, Neue Nutzung auf alten Flächen und SmartCity – Hagen als intelligente Großstadt.

Über einen siebten Button können die Teilnehmer Stellung zu allen weiteren Themen beziehen. „Jetzt beginnt eine superspannende Phase“, so Marianne Booke vom Fachbereich Stadtentwicklung: „Wir sind auf den Input der Bürger angewiesen, sie sollen ganz frei ihre Ideen formulieren.“

Mobilität spielt herausragende Rolle

Im bisherigen Prozess hat das Thema Mobilität eine herausragende Rolle gespielt. Viele Bürger bewegt es offenbar, mit welchen Mitteln sie sich in Hagen künftig fortbewegen können, ob der Autoverkehr eingeschränkt, der Öffentliche Nahverkehr ausgebaut und bessere Möglichkeiten für Radfahrer geschaffen werden sollen.

Nun können sie online darlegen, wo ein Radweg gebaut oder eine neue Busverbindung eingerichtet werden sollte. Oder aber – denn die Diskussion ist in alle Richtungen offen – ob mehr freie Parkplätze in der Innenstadt geschaffen werden sollten. Ähnlich konkrete Vorschläge können aber auch zu den anderen Themenfeldern gemacht werden. „Je präziser ein Ziel formuliert wird, desto streitbarer ist es natürlich“, sagt Thomas Scholle vom federführenden Planungsbüro: „Aber das gehört bei ISEK dazu.“

Hagen-Konferenz

Nach der Beteiligungsphase werden die eingebrachten Ideen ausgearbeitet und in ein Zukunftskonzept eingearbeitet. Das Ergebnis wird im Rahmen einer Hagen-Konferenz präsentiert und vom Rat der Stadt Ende 2019 beschlossen.

Im Folgenden soll ISEK als Leitfaden die Weichen der zukünftigen Stadtentwicklung mitbestimmen. „Dann wird es Aufgabe der Politik sein, welche konkreten Maßnahmen priorisiert, reduziert oder aber nicht realisiert werden können“, blickt Oberbürgermeister Erik O. Schulz voraus.

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