Wirtschaft

C.C.-Gruppe investiert Millionensumme in Hagen-Kabel

In der Schlacke aus den Müllverbrennungsanlagen Hagen und Iserlohn finden sich immer wieder Rückstände, die nicht verbrannt wurden.

In der Schlacke aus den Müllverbrennungsanlagen Hagen und Iserlohn finden sich immer wieder Rückstände, die nicht verbrannt wurden.

Foto: Michael Kleinrensing

Kabel.   Der schwarze Berg in Hagen-Kabel ist die Rohstoffquelle der Container Company. Die Firma investiert Millionen in ihre Schlacke-Aufbereitung.

Die Teilchen, die das blaue Ungetüm ausspuckt, sehen aus wie dunkelbraune Steinchen. Nichts erinnert an ihre ursprüngliche Funktion oder Form. Doch sie sind wertvoll. So wertvoll, dass die C.C.-Gruppe an ihrem Standort in Kabel eine Millionensumme in ihre Schlacke-Aufbereitung investiert hat.

Die Container-Company bereitet in Sichtweite zur Schwerter Straße die Reststoffe aus den Müllverbrennungsanlagen in Hagen und Iserlohn auf – jährlich um die 100.000 Tonnen. Ein riesiger schwarzer Berg türmt sich auf dem Gelände auf.

Dies ist die Rohstoffquelle der Firma. Zuerst werden die eisenhaltigen Teile aussortiert und direkt für den Einsatz im Stahlwerk aufbereitet. Als nächstes filtert die Anlage unvollständig verbrannte Teile aus. Sie gehen zurück in die Verbrennung. Was jetzt auf den Förderbändern hin- und herflitzt, wird durch die nun optimierte Siebtechnik auf verschiedene Korngrößen separiert.

Oft profane Haushaltsgegenstände

Insbesondere die feinsten Teile im Bereich zwischen 0 und 20 Millimetern werden jetzt präziser ausgesiebt. Das geschieht im neuen Doppel-Nichteisen-Metallabscheider. Förderbänder spucken die Nichteisenmetalle wie Kupfer, Aluminium, Zink oder Edelmetalle wie Gold und Platin aus. „Es kommt durchaus vor, dass ein Ring aus Edelmetall im Container landet“, beschreibt Betriebsleiter Julian Ueberall das Sammelsurium an Teilchen im Auffangbehälter. Der Großteil indes sind profane Haushaltsgegenstände, die in den Mülleimern der Stadt landen.

Durch die Erweiterung schafft die Anlage eine deutlich höhere Wertstofferfassung. Die Nichteisenmetalle werden zur weiteren Aufbereitung an den Stammsitz in Krefeld transportiert.

Modernisierungskurs

„Mit dieser Millioneninvestition setzten wir unseren Modernisierungskurs fort, den wir nach der Übernahme von C.C. durch die Novum Beratungsgesellschaft Ende 2017 begonnen haben“, erläutert Geschäftsführer Dieter Kersting. „Zudem leisten wir damit einen weiteren Beitrag für mehr Ressourcenschonung und CO2-Einsparung.“

Die der Metalle beraubte Schlacke wird hauptsächlich für Tiefbaumaßnahmen genutzt und ersetzt so Neusand und Kies.

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