Bildung

Christliche Schule in Hagen bald mit gymnasialer Oberstufe

Zuständig für die Oberstufe: Frerike Hobe (links), Marie-Christin Schulte und Daniel Hopp.

Zuständig für die Oberstufe: Frerike Hobe (links), Marie-Christin Schulte und Daniel Hopp.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Wehringhausen.  Die Freie evangelische Gesamtschule Hagen wächst. Erstmals wurden drei Eingangsklassen gebildet, 2020 folgt die gymnasiale Oberstufe.

„Für uns verwirklicht sich ein lang ersehntes Ziel.“ Fünf Jahre nach Gründung der Freien evangelischen Gesamtschule Hagen kann deren Geschäftsführer Thomas Weber den nächsten Schritt verkünden: Im Sommer 2020 wird die christliche Lehranstalt erstmals einen 11. Jahrgang und damit eine gymnasiale Oberstufe bilden. 2023 sollen dann die erstern Schüler ihr Abitur an der Schule ablegen.

Für die neu gegründete Oberstufe hat sich die FESH auch personell verstärkt und Daniel Hopp (39) als stellvertretenden Schulleiter gewonnen. Er war zuvor an der Modellschule Obersberg tätig, einem hessischen Oberstufengymnasium in Bad Hersfeld. „Jetzt mache ich nochmal etwas ganz anderes“, freut sich der Pädagoge, der mit Frau und Kindern nach Hagen gezogen ist, auf die neue Herausforderung: „Ich muss jetzt umswitchen von einem der größten Systeme in Hessen auf eine eher kleine Privatschule in Nordrhein-Westfalen.“

Religionsunterricht ist Pflicht

Erste Jahrgangsstufenleiterin einer 11 an der FESH wird Marie Christin Schulte sein, die Oberstufenkoordination übernimmt Frerike Hobe. Die Schule plant zunächst mit 28 Schülern und den Leistungsfächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Sozialwissenschaften und Biologie oder Chemie.

Die Teilnahme am Religionsunterricht wird auch in der Oberstufe für alle Schüler verpflichtend sein, allerdings muss das Fach nicht im Abitur belegt werden. „Ich sehe eine Gesamtschule als Chancengeber, wo Kinder die Chance aufs Abitur erhalten, die es an einem Gymnasium vielleicht nicht schaffen würden“, so Hopp.

Auch wenn das Kursangebot der Oberstufe erst einmal nicht allzu groß sein werd, würden die Schüler von der Übersichtlichkeit, den kleinen Kursen und dem persönlichen Miteinander an der FESH profizieren. Der gute Betreuungsschlüssel und der qualitativ hochwertige Unterricht seien eine solide Grundlage für die Vorbereitung auf das Abitur.

Erstmals drei Eingangsklassen

Die im Schulzentrum Wehringhausen angesiedelte Schule wächst aber nicht nur nach oben hinaus. Erstmals wurden in diesem Schuljahr drei Eingangsklassen gebildet. Doch mit dem Schülerwachstum steigt der Raumbedarf. Um Platz für Schulleitung und Oberstufenleitung zu schaffen, ist die Schulverwaltung von Wehringhausen nach Altenhagen gezogen.

Und noch steht auch der zukünftige Standort der Gesamtschule keineswegs fest. Nachdem sich im vergangenen Jahr die Pläne, an der Schlackenmühle in Haspe auf einem 15.000 Quadratmeter großen Grundstück die Gesamtschule samt einer Dreifachturnhalle, die FESH-Grundschule sowie eine Kindertagesstätte anzusiedeln, aus finanziellen Gründen zerschlagen hatte, befindet sich der Schulverein auf der Suche nach einem alternativen Areal.

Eine Option werde auch noch geprüft, so Thomas Weber. Sollte sich jedoch auch dieses Grundstück nicht realisieren lassen, werde die Schule auf das Angebot der Stadt, einen langfristigen Mietvertrag für das Schulzentrum in Wehringhausen zu unterschreiben, akzeptieren.

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