Kultur

Hagen: Comedian Abdelkarim lädt 99 Besucher zum Testlauf ein

Der Comedian Abdelkarim gastierte am Wochenende in Hagen im Hasper Hammer.

Der Comedian Abdelkarim gastierte am Wochenende in Hagen im Hasper Hammer.

Foto: Veranstalter

Hagen-Haspe.  Der bekannte Comedian Abdelkarim gastierte in Hagen im Hasper Hammer. Möglich machte das auch das engagierte Team des Hammers.

Es ist eine Symbiose, die sich Mitten in der Corona-Zeit im Hasper Hammer vollzieht. Eine Symbiose zwischen jenen, die sich im Kulturzentrum im Hagener Westen mit so viel Leidenschaft in ihrer Freizeit engagieren, jenen, die im Saal sitzen und von denen nicht wenige Mitglied im Verein sind, und jenen, die vorne auf der Bühne im Licht der Scheinwerfer stehen: am Freitag, 25. September, Abdelkarim, Comedian, mit einer Vorpremiere seines neuen Programms.

Testlauf für 99 Besucher

99 Menschen sind zu diesem Abend gekommen, der für den Comedian (u.a. heute-show) ein Testlauf ist. 99 Besucher in einem Saal, der eigentlich 200 Menschen fasst. Halbe Zuschauerzahl – halbe Gage. So einfach ist das, so einfach muss das sein, damit überhaupt Auftritte im Hammer stattfinden können. Keiner jener Kabarettisten und Comedians, die in den letzten Wochen hier gespielt haben, hat gemuckt. Auch nicht Abdelkarim, der Duisburger mit marokkanischen Wurzeln, der mit dem Zug angereist ist.

Also steht er auf der Bühne, diese besondere Erscheinung – schwarze Lederjacke, Schlabberhose, Glatze, hellwache Augen, und erzählt beim Auftritt, der eine Probe ist für Shows, die bald in größeren Hallen folgen sollen.

Immer wieder über Vorurteile, die ihm begegnen: „Ich hatte schon so viele Gespräche mit Polizisten - meine Grundausbildung ist abgeschlossen. Jetzt muss ich nur noch in eine Chatgruppe.“ Oder über die Stadt, in der er gerade gastiert. „Ist schon ‘ne schöne Stadt. Hier hat man richtig Geld in die Hand genommen.“ - „Ich darf auf keinen Fall überziehen, morgen muss Hagen weiter aufgebaut werden...“ Am Ende gibt es reichlich Applaus. Für Abdelkarim auf der Bühne und für jene zwölf Ehrenamtlichen, die diesen Abend überhaupt möglich gemacht haben.

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