Corona in Hagen

Corona in Hagen: Großteil der Ansteckungen im Privaten

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Eine Krankenpflegerin mit einem Corona-Abstrichstäbchen (Symbolfoto)

Eine Krankenpflegerin mit einem Corona-Abstrichstäbchen (Symbolfoto)

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Hagen.  In einer wöchentlichen Statistik gibt die Stadt Hagen Einblicke in das Infektionsgeschehen in der Stadt. Ein Blick auf die Bezirke und die Zahlen.

Die wöchentliche Statistik der Stadt gibt tiefe Einblicke in die Entwicklung der Infektionszahlen: Mit Blick auf den Zeitraum 31. März bis 6. April belegt Haspe mit einer Inzidenz von 198,3 (59 Infizierte) den Spitzenplatz, gefolgt von Hagen-Nord mit einer Inzidenz von 187,9 (69), Hagen-Mitte mit 142 (110), Hohenlimburg mit einer 123,6er-Inzidenz (35) und Eilpe/Dahl mit einer Inzidenz von 54,7 (9). Nach wie vor ist ein Großteil der Infektionen auf das private Umfeld zurückzuführen (60,3 Prozent).

In etwas mehr als 30 Prozent der Fälle kann das Gesundheitsamt nicht genau ermitteln, wo sich der Infizierte angesteckt hat. Lediglich 4,7 Prozent der Fälle sind auf Ansteckungen am Arbeitsplatz, 3,3 Prozent auf Schulen und Kitas, ein Prozent auf den medizinischen Bereich zurückzuführen. Nach wie vor dominiert die britische Mutante B.1.1.7 das Infektionsgeschehen in Hagen. Die ansteckendere Virusmutation wurde in 66,4 Prozent der Fälle inzwischen nachgewiesen.

Jüngere Altersgruppe stärker betroffen

Am stärksten betroffen scheinen in Hagen aktuell die jüngeren Altersgruppen. In Zahlen: Im Alter von 0 bis 10 hat die Stadt 49 Corona-Fälle dokumentiert, 40 Fälle in der Altersgruppe der 11- bis 20-Jährigen. Die Corona-Infektionen verteilen sich wie folgt auf die weiteren Altersgruppen: 21 bis 30 Jahre - 35 Fälle; 31 bis 40 Jahre - 45 Fälle; 41 bis 50 Jahre - 41 Fälle; 51 bis 60 Jahre - 38 Fälle; 61 bis 70 Jahre - 23 Fälle; 71 bis 80 Jahre - 8 Fälle; 81-90 Jahre - 3 Fälle; 91 bis 100 Jahre - 0 Fälle. Wie die Statistik zeigt, scheinen die Impfungen zumindest eine Entspannung mit Blick auf die älteren Risikogruppen zu bringen – nur ein Bruchteil der Fälle tritt in den Altersgruppen von 80 bis 100 auf.

9368 Schnelltests wurden durchgeführt. 80 fielen positiv aus, in 48 Fällen wurde das Ergebnis durch einen positiven PCR-Test bestätigt.

Astrazeneca-Zweitimpfung erst später

Laut KVWL haben bislang 17,8 Prozent der Hagener ihre Erstimpfung erhalten, rund 5,6 bereits den zweiten Piks. Apropos Zweitimpfung: „Das Robert Koch-Institut und die World Health Organization haben eine neue Empfehlung ausgesprochen, nach der die Zweitimpfung mit Astrazeneca erst zwölf Wochen nach der Erstimpfung gegeben wird und nicht wie ursprünglich geplant nach neun Wochen“, teilt die Stadt aktuell mit. Ein größerer Zeitabstand zwischen den Impfungen erhöhe die Schutzwirkung.

Das bedeutet für alle Personen, die ihre Erstimpfung erhalten haben, dass sie das Hagener Impfzentrum erst nach zwölf Wochen für die Zweitimpfung aufsuchen. Der Wochentag und die Uhrzeit des vorherigen Termins bleiben bestehen. „Diese Info gilt nur für die Personen, die ursprünglich einen Termin im Abstand von neun Wochen erhalten haben.“ Die Entscheidung, mit welchem Impfstoff die Zweitimpfung stattfinden soll, steht noch aus.

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