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Corona: Kontrollen am Bahnhof und in Haspe - 103 Verstöße

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Am Hagener Hauptbahnhof wurde erneut kontrolliert. Außerdem kontrollierte das Ordnungsamt in Haspe.

Am Hagener Hauptbahnhof wurde erneut kontrolliert. Außerdem kontrollierte das Ordnungsamt in Haspe.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Mitte/Haspe.  103 Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung – so lautet das Ergebnis einer Kontrolle des Ordnungsamtes am Hagener Hauptbahnhof und in Haspe.

103 Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung und die Allgemeinverfügung – so lautet das Ergebnis einer Schwerpunktkontrolle der Mitarbeiter des Ordnungsamtes am vergangenen Freitagabend rund um den Hagener Hauptbahnhof und in Haspe. Zum Zeitpunkt der Kontrolle galt noch die Allgemeinverfügung vom 12. Februar. Die Außendienstmitarbeiter waren in zivil unterwegs und haben neben den ansässigen Gewerbebetrieben vor allem Personenansammlungen und die Maskenpflicht im Bereich des Hauptbahnhofs kontrolliert.

Diverse Verstöße in Gewerbebetrieben

In zwei Gewerbebetrieben wurden die Auflagen nicht eingehalten. Die Kunden trugen keine Mund-Nasen-Bedeckung, der Mindestabstand wurde nicht berücksichtigt und die zulässige Anzahl der Kunden überschritten. Gegen die Kunden und die Gewerbetreibenden wurden Anzeigen vorgelegt. Die Bußgelder betragen in diesen Fällen zwischen 50 und 500 Euro.

In den übrigen Betrieben rund um den Graf-von-Galen-Ring wurden Aufklärungsgespräche geführt und noch einmal eindringlich die Corona-Vorgaben erläutert. Ergänzend weist die die Stadt noch einmal darauf hin, dass in Betrieben des Einzelhandels die Tragepflicht einer medizinischen Maske gilt. Durch die Allgemeinverfügung der Stadt gilt diese Pflicht auch für das Personal, das hinter einer Schutzscheibe (beispielsweise aus Plexiglas) arbeitet.

Personenansammlungen aufgelöst

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes lösten am Freitagabend mehrere Personenansammlungen auf. Neben den ergangenen Platzverweisen erwartet die 51 Betroffenen nun ein Bußgeld in Höhe von jeweils 250 Euro.

Am Hasper Kreisel wurde eine Gruppe mit elf Personen angetroffen. Auch hier erfolgten Platzverweise und Bußgeldverfahren. Personen aus einem Haushalt dürfen sich im öffentlichen Raum mit höchstens einer Person aus einem weiteren Haushalt aufhalten.

Seit dem 1. Februar gilt im Bereich des Hagener Hauptbahnhofs, in Teilen des Graf-von-Galen-Ringes und des Bereiches der Fußgängerzone in der Bahnhofstraße zwischen 7 und 22 Uhr eine Maskenpflicht. Gegen diese Pflicht haben am Freitagabend 38 Personen verstoßen. In 24 Fällen kam es zur Einleitung eines Bußgeldverfahrens. Hierbei sieht der aktuelle Bußgeldkatalog eine Bußgeldhöhe von 50 Euro pro Verstoß vor. In 14 minderschweren Fällen wurde auf eine Anzeige verzichtet. Die Personen wurden verwarnt.

Aufgrund der anhaltend hohen Inzidenz, einem diffusen Infektionsgeschehen und dem Auftreten der britischen Virusvariante wurde die Maskenpflicht in der neuen Allgemeinverfügung der Stadt Hagen (gültig seit dem 22. Februar) auf weite Teile der Hagener Innenstadt sowie die Stadtteilzentren Haspe, Boele, Hohenlimburg und Elsey ausgeweitet.

Illegales Glücksspiel

Auch ein illegales Glücksspiel in einem Betrieb an der Altenhagener Straße stellten die Mitarbeiter fest. Nachdem nicht geöffnet wurde, verschaffte sich das Ordnungsamt mit Unterstützung der Polizei und eines Schlüsseldienstes Zutritt zu dem Betrieb. In den Räumen befanden sich insgesamt zehn Personen sowie zwei kleine und zwei große Geldspielgeräte ohne Zulassung und Aufstellerdaten. Darüber hinaus wurden zwei Wettautomaten vorgefunden. Es wurden Anzeigen vorgelegt.

Gefälschte Atteste

Zudem kontrollierten am Montag, 22. Februar, drei Mitarbeiter des Ordnungsamtes die Maskenpflicht am Hauptbahnhof. Dabei fiel ein Paar ohne Maske auf. Auf Nachfrage legten die beiden Personen dem Ordnungsamt ein Attest für eine Maskenbefreiung vor, die ein Arzt aus Österreich ausgestellt hatte. Da der Sachverhalt Fragen aufwarf, wurde eine Anzeige gegen die Betroffenen gefertigt. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass dem österreichischen Arzt bereits die Zulassung entzogen wurde, weil dieser mehrfach gefälschte Atteste zur Maskenbefreiung ausgestellt hatte. Dem Paar droht nun ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro.

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