Pandemie

Corona: Krisenstab in Hagen verlängert die Maskenpflicht

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Die Maskenpflicht in Hagen wird mindestens bis zum 24. Juni beibehalten. Das hat der Krisenstab entschieden.

Die Maskenpflicht in Hagen wird mindestens bis zum 24. Juni beibehalten. Das hat der Krisenstab entschieden.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Der Corona-Krisenstab der Stadt Hagen hat die Maskenpflicht verlängert – zunächst einmal bis zum 24. Juni.

Der Krisenstab der Stadt Hagen hat in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen, die Maskenpflicht in den bekannten öffentlichen Bereichen rund um den Hauptbahnhof, auf dem Bahnhofsvorplatz, in der Innenstadt, in den Stadtteilzentren von Boele, Haspe, Hohenlimburg und Elsey sowie in einem Umkreis von 50 Metern rund um Schulen und Kindergärten beizubehalten.

Die entsprechende Allgemeinverfügung werde bis zum 24. Juni verlängert, teilte ein Sprecher der Stadtverwaltung nach der Sitzung des Krisenstabs mit. Zur Begründung führte er an, dass die Anzahl der COVID-19-Neuinfektionen in Hagen zwar zurück gehe, aber die Besucherfrequenz in der Innenstadt und in den Stadtteilzentren mit den Lockerungen (Schulen, Handel, Gastronomie) deutlich zugenommen habe.

Ansteckende Mutationen erfordern Vorsicht

Erforderliche Abstände könnten nicht immer eingehalten werden. Eine Ansteckung, auch wenn die Möglichkeit einer solchen an der frischen Luft deutlich geringer sei als in geschlossenen Räumen, kann nach Einschätzung des Gesundheitsamtes nicht ausgeschlossen werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der deutlich ansteckenderen Alpha-Mutation und der nach ersten Erkenntnissen noch einmal ansteckenderen Delta-Mutation lässt das Gesundheitsamt deshalb Vorsicht walten.

Am Dienstag hatte die Stadt 16 nachgewiesene Fälle der sogenannten indischen Corona-Variante (B.1.617.2 oder Delta) gemeldet. Diese gingen auf vier voneinander unabhängige familiäre Ausbrüche zurück. Die Fälle wurden entdeckt, da in den Laboren stichprobenartig positive Testergebnisse per Sequenzierung auf Mutationen untersucht werden.

Wenn Infektionszahl sinkt, wird Lage neu bewertet

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin zählt die indische Mutation zu den besorgniserregenden Corona-Varianten, die sich in ihren Erregereigenschaften wie beispielsweise der Übertragbarkeit oder der Virulenz maßgeblich von den herkömmlichen Virusvarianten unterscheiden.

Wie das RKI berichtet, wurde die Delta-Variante zuerst im indischen Bundesstaat Maharashtra nachgewiesen. Sie verbreitet sich zur Zeit stark in Großbritannien.

Sollten die Neuinfektionen weiter sinken, so wird der Krisenstab die Maskenpflicht im öffentlichen Raum neu bewerten. Mit 50,9 weist Hagen als einzige Stadt in Nordrhein-Westfalen noch einen Inzidenzwert über 50 auf.

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