Kommentar

Das gute Recht der SPD-Wähler

Michael Koch, Redaktionsleiter.

Michael Koch, Redaktionsleiter.

Foto: Michael Kleinrensing

Die SPD hat das gute Recht, sich immer wieder intern zu streiten. Der SPD-Wähler hat aber auch das Recht auf eine SPD, die an einem Strang zieht.

Der SPD-Ruheständler Jochen Weber hat ebenso das gute Recht, die aktuelle SPD-Fraktionsspitze zu kritisieren wie der SPD-Flüchtling und Ex-SPD-OB Peter Demnitz. Der frühere SPD-Fraktionschef und weiter amtierende Ratsherr Mark Krippner sowie Nesrin Öcal haben das gute Recht, gegen die Fraktionslinie zu stimmen. Ein Ratsmitglied ist frei in seiner Entscheidung. Und der aktuelle SPD-Fraktionschef Claus Rudel hat das gute Recht, das alles stillos zu finden und darauf zu verweisen, dass man in Sachen Kita-Gebühren, OGS-Plätze oder ÖPNV die Diskussion in Hagen präge.

Der (potenzielle) SPD-Wähler hat aber auch ein gutes Recht: Dass er bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr eine Hagener SPD wählen kann, deren Ratsfraktion nach der Wahl zwar diskutiert, aber generell an einem Strang zieht. Eine SPD, bei der man nicht den Eindruck hat, dass alte Kämpfe bisweilen mehr Gewicht haben als Zukunftsfragen. Und eine SPD, deren Führungskräfte es schaffen, alle Kräfte zu integrieren. Kurzum: eine SPD, bei der sich alle am Riemen reißen. Doch dieses Recht ist leider nicht einklagbar. Michael Koch

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