Mehrgenerationenhaus

Das Projekt „Jung trifft Alt“ ist gefährdet

Die beiden Seniorenhelferinnen Sarah Völk und Hannah Machutt im Einsatz.

Die beiden Seniorenhelferinnen Sarah Völk und Hannah Machutt im Einsatz.

Foto: Dietmar Wäsche

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Hagen-Mitte.Auf Bundesebene gibt es Bestrebungen, das Aktionsprogramm für Mehrgenerationenhäuser nach jeweils fünfjähriger Förderung auslaufen zu lassen. Diese bundesweit rund 500 offenen Tagestreffpunkte werden vom Bund jährlich mit je 40 000 € gefördert. Danach sollen sie sich aus Eigenmitteln oder Spendengeldern tragen.

Das Hagener Haus des Kinderschutzbundes an der Potthofstraße wurde bereits in der ersten Bewerbungsphase ab 2007 in das Aktions-Programm aufgenommen. „Daher läuft für uns die Förderung Ende 2011 ab“, sagt Geschäftsführerin Christa Burghardt - für später aufgenommene Häuser Ende 2012. Für Hagen würde eine Nicht-Verlängerung der Förderung bedeuten, dass zusätzliche Leistungen, die jetzt angeboten werden, gefährdet sind.

Das betrifft vor allem das Projekt „Jung trifft Alt“. Das besteht aus zwei Elementen: Dem wöchentlichen Treffpunkt für Senioren mit Spielenachmittag, bei dem sie ehrenamtlich von jungen Seniorenhelfern betreut werden. Das andere ist die Ausbildung der Helfer im Alter von 14 bis 18 Jahren, die älteren und alten Menschen dann zu Hause oder im Heim gegen ein kleines Taschengeld von ihnen zur Hand gehen - beim Einkaufen, Umziehen oder einfach mit Gesprächsbereitschaft für sie da sind. „Das ist ein Gewinn für beide Seiten“, weiß Christa Burghardt, „mit hohem emotionalem Wert.“ Doch jeder Euro, der in ein solches Projekt gesteckt werde, bringe auch Geldwert - locke insgesamt Spender und weitere Ehrenamtliche an.

„Wenn es keine Anschluss-Förderung gibt, würden wir versuchen, die Angebote zu halten, wie sie sind“, erklärt Christa Burghardt: „Wir müssten noch mehr Spenden reinholen, aber erstmal kämpfen wir auf Bundesebene für einen Fortbestand.“ Doch „Jung trifft Alt“ wird durch eine weitere Mittelkürzung bedroht: Im nächsten Jahr laufen auch die EU-Mittel („cities in balance“) aus, mit der die Koordinatorin für Ausbildung und Termine bezahlt wird.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >