Tourismus

Das Ruhrgebiet bekommt sein Gipfelkreuz in Breckerfeld

Auf einer Wiese vor diesem Wäldchen am Baugebiet Heider Kopf in Breckerfeld wird das Gipfelkreuz für das Ruhrgebiet aufgestellt.

Auf einer Wiese vor diesem Wäldchen am Baugebiet Heider Kopf in Breckerfeld wird das Gipfelkreuz für das Ruhrgebiet aufgestellt.

Foto: Hans Blossey

Breckerfeld.   Die Stadt Breckerfeld will am höchsten Punkt des Ruhrgebiets ein Gipfelkreuz aufstellen. Die Politik entscheidet am 21. März über das Projekt.

Die Planungen für ein Gipfelkreuz des Ruhrgebiets in Breckerfeld werden immer konkreter. Aufgestellt werden soll es allerdings nicht mehr auf einer Fläche unterhalb des Hauses Wengeberg, sondern auf einer Wiese am Rande des Fußwegs um das Baugebiet Heider Kopf herum. Die Politik berät und entscheidet am 21. März im Haupt- und Finanzausschuss über das Projekt, das landesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Entstanden und konkretisiert worden ist die außergewöhnliche Idee, am mit 442 Metern über Meereshöhe höchsten Punkt des Ruhrgebiets, in einer Vorstandssitzung des Stadtmarketingvereins. Da an dieser Stelle allerdings ein Funkturm steht und das Kreuz so kaum zur Geltung käme, war geplant, den Gipfel ein paar Meter den Berg hinab auf eine Wiese westlich der Landstraße 528 zu verlegen. Diese Planungen hat die Verwaltung jetzt aber über den Haufen geworfen.

Städtische Wises wird noch von Reiterhof genutzt

Das Kreuz soll – so die Politik keine Einwände hat – nun auf einer Wiese aufgestellt werden, die noch vom Hof Wengeberg genutzt wird. Von der Höhe her liegt dieses Areal von 20 mal 20 Metern nur wenige Meter unterhalb des höchsten Punktes. Der Bebauungsplan für das Neubaugebiet Heider Kopf sah einst vor, auf dem städtischen Grundstück einen Aussichtsturm zu bauen. Die Pläne wurden allerdings verworfen.

„Die Initiatoren und die Stadtverwaltung gehen davon aus, dass die Aufmerksamkeit unter touristischen Gesichtspunkten einen Mehrwert für die Hansestadt bringen kann“, heißt es in einer Vorlage der Stadtverwaltung, die jetzt der Politik präsentiert wurde. Die künstlerische Gestaltung des 3,25 Meter hohen Kreuzes, das auf einem kleinen Sockel errichtet werden soll, liege in den Händen eines heimischen Künstlers. Dieser setze speziell auf das, was das Ruhrgebiet stark gemacht habe: Kohle und Stahl. Das wiederum passe zu Breckerfeld, das seine Hochzeit im 14. und 15. Jahrhundert auf Erzgewinnung und -verarbeitung gesetzt habe.

Rundwanderweg soll Gipfelkreuz erschließen

Geplant ist allerdings nicht nur die Errichtung des Gipfelkreuzes. Vom Ortskern ausgehend soll ein Rundwanderweg (und Radweg) ausgewiesen werden, der am Gipfelkreuz des Ruhrgebiets vorbeiführt. Weiterhin sollen an dem Kreuz auch Feste (in überschaubarem Ausmaß) stattfinden können. Der Stadtmarketingverein will sich um die Vermarktung der Wanderwege und des Kreuzes kümmern.

Finanziert wird das Gipfelkreuz aus dem Programm Vital NRW. 65 Prozent fließen an Zuschuss. Der Stadtmarketingverein übernimmt den verbleibenden Eigenanteil.

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