Kommentar

Der Hagener Norden ist eine belastete Perle

Redakteur Mike Fiebig.

Foto: Michael Kleinrensing

Redakteur Mike Fiebig.

Ich lebe dort selbst. Im Hagener Norden. Es herrscht in den Ortsteilen, um die es auf dieser Seite geht, ein recht zwiespältiges Verhältnis zwischen Tradition und Fortschritt. Aus gutem Grund. Der Hagener Norden ist für viele, die hier ihren Lebensmittelpunkt haben, eine Perle. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist stark, das Vereinsleben schafft es sogar, dem Trend des Clubsterbens eine gesunde Nachwuchsrate entgegenzuhalten. Der Mix zwischen Natur und Wohngebiet, zwischen Siedlungsgebiet und Naherholung am Hengsteysee schafft hohe Lebensqualität, die sich aktuell darin äußert, dass es fast unmöglich ist, Bauplätze für Eigenheime im Norden zu finden. Genau so wie Bestandsimmobilien. Wo ein Eckchen frei wird, wird sofort gebaut.Und weil vieles gut ist im Norden, wollen viele Menschen nur behutsame Veränderungen – oder gar keine.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ich lebe dort selbst. Im Hagener Norden. Es herrscht in den Ortsteilen, um die es auf dieser Seite geht, ein recht zwiespältiges Verhältnis zwischen Tradition und Fortschritt. Aus gutem Grund.


Der Hagener Norden ist für viele, die hier ihren Lebensmittelpunkt haben, eine Perle. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist stark, das Vereinsleben schafft es sogar, dem Trend des Clubsterbens eine gesunde Nachwuchsrate entgegenzuhalten. Der Mix zwischen Natur und Wohngebiet, zwischen Siedlungsgebiet und Naherholung am Hengsteysee schafft hohe Lebensqualität, die sich aktuell darin äußert, dass es fast unmöglich ist, Bauplätze für Eigenheime im Norden zu finden. Genau so wie Bestandsimmobilien. Wo ein Eckchen frei wird, wird sofort gebaut.
Und weil vieles gut ist im Norden, wollen viele Menschen nur behutsame Veränderungen – oder gar keine.

Ein neues Freizeitrevier am Hengsteysee? Es gibt viele Nordler, die das Gebiet genau so schätzen, wie es ist und sich gern dort aufhalten. Ein Gewerbegebiet auf einer der schönsten und ländlichen Freiflächen der Stadt, dem Böhfeld? Wirklich wollen tut das im Norden niemand. Der Status quo ist vielerorts eine gern gesehene Zukunft.


Doch was den Norden drückt, ist der Verkehr. Der Lärm der A1 ist für die Menschen in Bathey und Kabel unerträglich. Ja, Bathey wurde mal als Gewerbegebiet konzipiert, das einen solchen Schutz nicht nötig hat. Doch das bäuerliche und besiedelte Bathey war eher da als Douglas, Sinn und Thalia – und ist es immer noch.


Der Boeler Ortskern müsste dringend weiter entlastet werden. 7600 Fahrzeuge täglich sind trotz Ortsumgehung immer noch zu viel. Ein Scharnier könnte sein, die Hagener Straße weiter zu verengen mit Mittelinseln und Parkflächen, die ohnehin dringend gebraucht werden. Mike Fiebig

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik